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Wirecard-Skandal: FDP-Politiker fordert Entlassung zweier Staatssekretäre

© AP Photo / Matthias SchraderWirecard in München
Wirecard in München - SNA, 1920, 05.06.2021
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Der FDP-Finanzpolitiker Florian Toncar hat vom Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) gefordert, wegen des Wirecard-Skandals zwei seiner Staatssekretäre zu entlassen. Es gebe immer neue Beweise für Behördenversagen, jetzt auch bei der Geldwäschebehörde FIU, sagte Toncar gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
„Sie hat Anfang 2019 von der Commerzbank den perfekten Hinweis auf den Betrug erhalten und nichts weiter veranlasst.“
Allein dafür müsse der Vizekanzler bei der Behörde und im Ministerium drastische Konsequenzen ziehen.
„Dass Scholz sich trotz der katastrophalen Fehler weigert, sich von den verantwortlichen Staatssekretären (Jörg) Kukies und (Rolf) Bösinger zu trennen spricht Bände“, betonte Toncar.
„Entweder ist der Minister führungsschwach oder er war selbst viel tiefer mit dem Fall Wirecard befasst, als er bisher zugegeben hat.“

Scholz sieht keine Verantwortung der Regierung für den Wirecard-Skandal

Zuvor hatte Scholz jegliche Verantwortung für den Bilanzskandal um den ehemaligen Dax-Konzern Wirecard zurückgewiesen. Die Verantwortung für diesen großangelegten Betrug trägt ihm zufolge nicht die Bundesregierung.
Angela Merkel bei der Zeugenvernehmung des Wirecard-Untersuchungsausschusses des Bundestages, 23. April 2021 - SNA, 1920, 23.04.2021
Ahnungslose oder aalglatte Angela – Bundeskanzlerin als Zeugin im Wirecard-Untersuchungsausschuss
„In dem Unternehmen wurde offensichtlich mit hoher krimineller Energie gehandelt“, betonte Scholz. Über elf Jahre seien die „Betrügereien“ nicht aufgedeckt worden, weil die verantwortliche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Unregelmäßigkeiten erkannt habe.

Wirecard-Skandal

Im Sommer 2019 hatte der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard eingestanden, dass in der Bilanz aufgeführte 1,9 Milliarden Euro nicht auffindbar waren.
Die Münchner Staatsanwaltschaft geht von einem „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ aus – und zwar seit dem Jahr 2015. Der Bilanzskandal hatte für hohe Schäden bei Anlegern gesorgt.
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