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Vom Iran kontrollierte Milizen führen Drohnenangriffe gegen US-Militärbasen im Irak durch – NYT

© AP Photo / Ali Abdul HassanUS-Soldaten im irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad nach einem Frohnenangriff im Januar 2020
US-Soldaten im irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad nach einem Frohnenangriff im Januar 2020 - SNA, 1920, 05.06.2021
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Vom Iran unterstützte Milizen sollen in letzter Zeit Drohnenangriffe auf einige der wichtigsten US-Militärobjekte im Irak durchgeführt haben. Dies berichtet die Zeitung „The New York Times“ unter Verweis auf US-Beamte.
Demnach kamen in den letzten zwei Monaten mindestens drei Mal kleine, mit Sprengstoff beladene Drohnen zum Einsatz, die bei Nacht irakische Stützpunkte angriffen, darunter auch jene, die von der CIA und US-Spezialeinheiten genutzt werden. Dabei sollen die Angriffsdrohnen die US-Abwehr umgehen können, weil sie ganz niedrig fliegen würden.
Die Drohnenangriffe würden so ausgeführt, dass sie möglichst wenig Opfer fordern, die sonst US-Vergeltungsmaßnahmen auslösen könnten, teilte die Zeitung unter Berufung auf irakische und US-amerikanische Beamte mit.
So wurde laut drei US-Beamten kurz vor Mitternacht am 14. April ein CIA-Hangar innerhalb des Flughafens in der nordirakischen Stadt Erbil von einem Drohnenangriff getroffen. Zwar sei niemand bei dem Angriff verletzt worden – die Komplexität der Attacke und die Tatsache, dass eine geheime Anlage angegriffen worden sei, habe Beamte des Pentagon und des Weißen Hauses jedoch alarmiert, wie die Zeitung „The Washington Post“ berichtete.
Am 8. Mai sei bei einem ähnlichen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Ayn al-Asad in der westirakischen Provinz Anbar ein Flugzeughangar beschädigt worden. Drei Tage später sei kurz nach Mitternacht ein Flugplatz in Harir nördlich von Erbil von einer Drohne attackiert worden. Der Flugplatz werde vom streng geheimen Joint Special Operations Command genutzt.
Diese komplexeren Drohnenangriffe von größerer Reichweite würden nicht sofort von Milizen für sich reklamiert, wie es bei vielen anderen Angriffen gegen US-Ziele der Fall sei. Aus Sicht der US-Beamten und unabhängigen Analysten sei dies ein Hinweis darauf, dass der Iran hinter diesen Attacken stecke, schreibt die Zeitung.
Die Untersuchung von Wrackteilen der Angriffsdrohnen, die teilweise geborgen worden seien, habe ergeben, dass diese Drohnen im Iran oder mit vom Iran bereitgestellten Technologien hergestellt worden seien.
Angesichts des Geldmangels habe Teheran zwar die Finanzierung der großen irakischen Milizen gekürzt, dafür aber in die Abspaltung kleinerer, spezialisierterer Stellvertreter-Milizen investiert: Diese würden innerhalb der größeren Milizen operieren, aber nicht unter deren direktem Kommando stehen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf irakische Beamte und US-Analysten. Laut US-Beamten könnten diese spezialisierten Einheiten wahrscheinlich mit der politisch heiklen Aufgabe beauftragt worden sein, die neuen Drohnenangriffe auszuführen.
Am 5. Januar 2020 hatte das irakische Parlament mehrheitlich für den Abzug ausländischer Truppen vom Territorium des Landes sowie für die Überprüfung des Formats der Zusammenarbeit mit der US-geführten internationalen Antiterrorkoalition gestimmt.
Die Atomanlage Arak, 250 Kilometer südwestlich der iranischen Hauptstadt Teheran (Archivfoto) - SNA, 1920, 31.05.2021
IAEA warnt: Teheran verfügt bereits über 2,4 Kilogramm hochangereichertes Uran
Die Entscheidung erfolgte als Reaktion auf einen US- Drohnenangriff vom 3. Januar, bei dem der Kommandeur der Al-Quds-Eliteeinheit, General Qassem Soleimani, und der Vizechef der irakischen schiitischen Volksmiliz, Abu Mahdi al-Muhandis, samt mehreren Gefolgsleuten in Bagdad getötet worden waren. Begründet wurde die Ermordung mit angeblich drohenden Attacken auf US-Bürger und Einrichtungen, die der General geplant haben soll.
Nach diesen Ereignissen übergab die US-geführte internationale Koalition dem irakischen Militär eine Reihe von Anlagen, in denen US-Truppen zuvor stationiert gewesen waren, darunter mehrere Luftwaffenstützpunkte und das Hauptquartier der Militärberater der Koalition.
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