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„Lebenswerte Städte statt Blechlawinen“: Aktivisten besetzen Autobahn in Berlin

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHAutobahn A100 in Berlin (Archivfoto)
Autobahn A100 in Berlin (Archivfoto) - SNA, 1920, 05.06.2021
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In der deutschen Hauptstadt haben Umweltaktivisten einen Abschnitt der Autobahn A100 im Stadtteil Neukölln besetzt, um gegen den geplanten Ausbau der Autobahn zu protestieren. Das Bündnis Robin Wood spricht vom „teuersten Autobahnprojekt“ der Bundesrepublik und fordert stattdessen Investitionen in Bus, Bahn und Fahrradwege.
Man habe eine Baustelle im Stadtteil Neukölln blockiert, teilten Robin-Wood-Aktivisten am Samstagmorgen laut der „Berliner Morgenpost" mit.
Bereits am Freitag hatten Vertreter des Bündnisses über der Baustelle ein Banner mit der Aufschrift „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!“ gespannt. Zusammen mit Aktivisten der Organisationen Ende Gelände, Fridays for Future und Sand im Getriebe werde gegen den Bau der A100 demonstriert. Damit unterstütze man ein bundesweites Aktionswochenende mit über 70 angekündigten Protesten, teilte das Bündnis mit.
Robin Wood fordert „ein sofortiges Moratorium für alle Planungen und Baustellen von Autobahnen bundesweit“ und bezeichnet die Grundlagen für die Neu- und Ausbaupläne als überholt.
„Der 16. Abschnitt der A100 ist mit 200.000 Euro pro Meter Asphalt das teuerste Autobahnprojekt der Republik. Zugleich besitzen in Berlin weniger Menschen Autos als in jeder anderen Stadt bundesweit“, sagte Aktivist Janos Graf.
Radfahrer in Berlin (Archiv) - SNA, 1920, 24.05.2021
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Öffentliches Geld müsse daher in Bus und Bahn und in die Rad-Infrastruktur fließen, und nicht in die A100. „Das wäre ökologisch und sozial gerecht.“ Graf monierte, dass der Autobahnbau mitten durch Berlin auch „zur Verdrängung von Mieter und Mieterinnen und zum Verlust von ohnehin knappem Wohnraum“ führe. „Wir wollen lebenswerte Städte, statt Blechlawinen.“
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