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Organspende: Mehrheit der Deutschen offen für digitale Erklärung

© CC0 / Jasmin777 / PixabayOrganspende (Symbolbild)
Organspende (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.06.2021
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Jährlich sterben in Deutschland Hunderte Menschen, weil Spenderorgane fehlen. Neuregelungen zielen auf eine stärkere Sensibilisierung dafür ab, über eine Organspende nach dem Tod zu entscheiden. Eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger zeigt sich unterdessen offen für eine digitale Erfassung der Organspendebereitschaft.
Gut ein Drittel der Deutschen ist offen für eine digitale Erfassung der Bereitschaft zur Organspende, wie die Befragung des Instituts Insa im Auftrag des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) zeigt. 39 Prozent wären bereit, dies in ein geplantes zentrales Online-Register eintragen zu lassen. Nicht tun würden dies 30 Prozent.
23 Prozent wissen es nach eigenem Bekunden nicht, weitere acht Prozent machten keine Angaben. Das Angebot eines digitalen Organspende-Ausweises fürs Smartphone würden laut der Umfrage 34 Prozent nutzen und 36 Prozent nicht nutzen.
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Die Corona-Krise hatte laut der Umfrage nur einen schwachen Effekt auf die Organspendebereitschaft. 19 Prozent der Befragten gaben an, durch die Pandemie mehr über das Gesundheitswesen nachgedacht und sich deshalb für eine Organspende bereiterklärt zu haben oder dies tun zu wollen. Auf 55 Prozent traf dies demnach nicht zu.
„Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 1000 Menschen wegen fehlender Spenderorgane“, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther der Deutschen Presse-Agentur.
Vielen könnte geholfen werden, wenn mehr Menschen einen Organspendeausweis mit sich tragen. Jeder sollte sich individuell mit der Frage auseinandersetzen, ob er zur Organspende bereit sei, und seine Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren und am besten auch seine Angehörigen darüber informieren.
Neuregelungen, die der Bundestag im vergangenen Jahr beschlossen hatte, zielen auf eine stärkere Sensibilisierung dafür, konkret über eine Organspende nach dem Tod zu entscheiden. Info-Material soll bekommen, wer ab dem Alter von 16 Jahren einen Personalausweis beantragt, ihn verlängert oder sich einen Pass besorgt.
Beim Abholen soll man sich auf dem Amt mit Ja oder Nein in ein geplantes neues Online-Register eintragen können - aber auch jederzeit später zu Hause. Hausärzte sollen auf Wunsch alle zwei Jahre über Organspenden und das geplante Register informieren.
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