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Nach Putsch in Mali: Frankreich setzt gemeinsame Militäroperationen aus

© AFP 2021 / PHILIPPE DESMAZESFranzösische Soldaten der Anti-Terror-Operation „Barkhane" in Mali (Archivbild)
Französische Soldaten der Anti-Terror-Operation „Barkhane in Mali (Archivbild) - SNA, 1920, 04.06.2021
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Nach dem jüngsten Putsch in Mali hat Frankreich beschlossen, seine gemeinsamen militärischen Operationen mit den malischen Streitkräften vorübergehend auszusetzen. Dies betreffe auch Beratungsmissionen, teilte der TV-Sender „France 24“ unter Verweis auf das französische Verteidigungsministerium mit.
Die Entscheidung sei im Zusammenhang mit der aktuellen politischen Krise in Mali getroffen worden und solle in den kommenden Tagen neu bewertet werden. Wie präzisiert wurde, werden die französischen „Barkhane“-Truppen in der Sahelzone weiterhin operieren, jedoch im Alleingang.
Soldaten in Mali - SNA, 1920, 30.05.2021
„Falls Mali in islamistische Richtung geht“: Macron droht mit Truppenabzug
Am Sonntag hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die jüngsten Entwicklungen in Mali abgewogen und versprochen, die französischen Truppen aus dem umkämpften westafrikanischen Staat abzuziehen, wenn er Schritte in Richtung des radikalen Islamismus unternehmen würde.

Putsch in Mali

Am Samstag hatte Malis Verfassungsgericht Oberst Assimi Goita zum neuen Interimspräsidenten erklärt.
Am Montag hatte das Militär in Mali unter Goitas Führung die Regierung gestürzt. Präsident Bah Ndaw und Ministerpräsident Moctar Ouane, die an der Spitze einer Übergangsregierung nach dem Putsch im August demokratische Wahlen im nächsten Jahr vorbereiten sollten, waren festgenommen worden. Sie traten in der Zwischenzeit von ihren Ämtern zurück und sind wieder auf freiem Fuß.
Assimi Goita (links) und Bah Ndaw, Archivfoto - SNA, 1920, 29.05.2021
Übergangs-Staatschef in Mali ernannt
Goita soll die Festnahmen angeordnet haben, nachdem zwei seiner Putsch-Mitstreiter bei einer Kabinettsumbildung am Montag ohne Rücksprache mit ihm ihre Regierungsposten verloren hatten.
Goita versicherte, dass die Präsidentschaftswahl wie geplant im Jahr 2022 stattfinden sollte.

Operation „Barkhane“

Die von Frankreich geführte Militäroperation zur Bekämpfung des transnationalen, islamistischen Terrorismus „Barkhane“ wird seit August 2014 durchgeführt. Die zahlenmäßige Stärke der Truppen beträgt bis zu 5100 Mann. Auch die Bundeswehr hat in Mali mehrere Hundert Soldaten stationiert.
Das Operationsgebiet umfasst die ehemaligen französischen Kolonien Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger. Diese Länder bilden die „G5 Sahel“.
In den Staaten der Sahelzone sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen „Islamischer Staat“ (Auch IS; Daesh)* oder Al-Kaida die Treue geschworen.
*eine Terroroperation, in Russland und Deutschland verboten
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