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Klimaschutz als Chefsache: Putin will CO2-Ausstoß stärker senken als Europa

© SNA / Wladimir Smirnow / Pool via SNA / Zur BilddatenbankRusslands Präsident Wladimir Putin in einer Plenarsitzung des St. Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF), Juni 2021
Russlands Präsident Wladimir Putin in einer Plenarsitzung des St. Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF), Juni 2021 - SNA, 1920, 04.06.2021
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Als „Unsinn“ hat der russische Präsident Wladimir Putin die Behauptung zurückgewiesen, dass Russland nicht am Klimaschutz interessiert sei. Er möchte den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen in seinem Land bis 2050 stärker reduzieren lassen als die EU, erklärte der Staatschef am Freitag auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum.
Die Regierung solle bis Oktober einen entsprechenden Plan für die kommenden 30 Jahre ausarbeiten, ordnete Putin an. Er warb vor den Wirtschaftsvertretern für Investitionen in diesem Bereich und wies das Kabinett zudem an, Grundlagen für Klimaprojekte zu konzipieren.
Die Themen Nachhaltigkeit, alternative Energien und Klimaschutz stehen ganz oben auf der Agenda des diesjährigen Wirtschaftsforums.
Auffangen und Binden von Treibhausgasen seien wichtige Faktoren bei der Erlangung der Kohlenstoffneutralität. Daher komme es darauf an, „Kohlendioxid – egal welchen Ursprungs – aufzufangen, zu parken und nützlich zu verwenden“, sagte Putin.
Nach Ansicht von Leonid Fedun, Vizechef des zweitgrößten russischen Ölförderers LUKoil, dürfte Russland in 20 bis 30 Jahren zum weltgrößten Sauerstoffspender aufsteigen und vom Verkauf von Quoten für CO2-Ausstoß profitieren. Die dabei erwirtschafteten Summen könnten womöglich sogar höher sein, als der Erlös aus dem Erdgasgeschäft.
Der russische Präsident Wladimir Putin in einer Tagung mit dem Verteidigungsministerium und den Rüstungsunternehmen des Landes - SNA, 1920, 04.06.2021
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Fedun erinnerte daran, dass sich rund 20 Prozent der globalen Waldbestände in Russland befinden. „Der behutsame Umgang mit diesem Reichtum wäre wohl die einfachste Methode zur Bindung von Kohlendioxid. Russland ist in der Lage, zum Jahr 2050, wenn nicht früher, zu einem kohlenstoffneutralen Land zu werden“, betonte der Topmanager.

Die Europäische Union hat sich offiziell zu einer Senkung der Treibhausgase um mindestens 55 Prozent bis 2030 und zu einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 verpflichtet. Das bedeutet, dass dann nur noch so viele klimaschädliche Gase ausgestoßen werden sollen, wie wieder gebunden werden können.
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