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Forsa-Chef: Laschet-Frust treibt CDU-Wähler in die Arme der FDP

© REUTERS / ANNEGRET HILSECDU-Chef Armin Laschet
CDU-Chef Armin Laschet - SNA, 1920, 04.06.2021
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Vor der Bundestagswahl im September haben sich viele CDU-Wähler laut Forsa-Chef Manfred Güllner der FDP zugewandt. Grund seien Vorbehalte gegenüber Armin Laschet. Wegen der Ablehnung einer Grünen-geführten Ampel-Koalition könnten einige frühere CDU-Wähler aber doch noch zur Union zurückkehren.
„Die FDP hat derzeit wieder viele „Treibsand-Wähler“ angezogen. 40 Prozent der aktuellen Anhängerschaft der Partei kommen von der CDU“, sagte der Gründer des Meinungsforschungsinstituts der Deutschen Presse-Agentur. Das seien vor allem Menschen, die Vorbehalte gegen den neuen CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, hätten.
„Laschet wirkt nach wie vor ein bisschen altbacken, und die Wähler sehen noch keinen klaren Kurs“, so der Wahlforscher.
Ob der nordrhein-westfälische Ministerpräsident bis zur Bundestagswahl am 26. September mehr Wähler als aktuell überzeugen könne, sei noch offen. „Mit CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidaten wäre die Union wohl sicher über die 30 Prozent gekommen. Jetzt ist das aber noch fraglich.“

Ablehnung Grünen-geführter Ampel-Koalition

Güllner hält es für möglich, dass einige frühere CDU-Wähler, die in Umfragen aktuell erklärten, sie wollten ihre Stimme der FDP geben, doch noch zur CDU zurückkehren würden, „weil sie eine Ampel-Koalition unter Führung der Grünen eben auch nicht wollen“.
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Um Vertrauen zurückzugewinnen, müssten die Unionsparteien die Personalquerelen der vergangenen Monate vergessen machen und Punkte durch eine erfolgreiche Anti-Corona-Politik sammeln. Der Wahlforscher erinnerte an die Zunahme der Werte für CDU und CSU im Jahr 2020 und auch ein hohes Vertrauen für Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Jens Spahn.
Viele Menschen hätten damals den Eindruck gehabt, „die haben das im Griff“ mit der Pandemie-Bewältigung. Dies habe sich dann ab November geändert. Auch das lange Ringen um den CDU-Vorsitz und der Streit zwischen Söder und Laschet um die Kanzlerkandidatur hätten den Unionsparteien im Ansehen der Wähler geschadet, sagte Güllner.
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