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Euro statt Dollar: Russland schmeißt US-Währung aus dem Staatsfond

© CC0 / PixabayEuro- und US-Dollar-Scheine (Symbolbild)
Euro- und US-Dollar-Scheine (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.06.2021
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Das russische Finanzministerium hat den Ausschluss des Dollars aus dem Nationalen Vermögensfonds beschlossen. Die amerikanische Währung soll im Laufe dieses Monats durch Euro und Yuan ersetzt werden. Damit will Moskau Risiken vorbeugen, die mit möglichen US-Sanktionen einhergehen.
Der Nationale Vermögensfonds, den der russische Staat unter anderem durch Einnahmenüberschüsse aus dem Öl- und Gasgeschäft aufgebaut hat, wird seine Dollareinlagen nach Angaben des russischen Finanzministers, Anton Siluanow, binnen eines Monats abstoßen. Das Finanzministerium erklärte dazu: „Mit diesen Änderungen wird das Ziel verfolgt, die Mittel des Vermögensfonds im Kontext der makroökonomischen und geopolitischen Tendenzen der letzten Jahre sowie der Beschlüsse zur Entdollarisierung der russischen Wirtschaft zu erhalten.“
Es geht also darum, den Staatsfonds gegenüber drohenden US-Sanktionen resistenter zu machen. Die Dollar-Einlagen werden durch den Euro und den chinesischen Yuan ersetzt. Der Anteil der europäischen Währung am russischen Vermögensfonds soll um fünf Prozentpunkte auf 40 Prozent angehoben, der Anteil der chinesischen Valuta sogar verdoppelt werden und demnächst 30 Prozent betragen. Weitere Währungen in der Struktur des russischen Staatsfonds sind das britische Pfund und der japanische Yen mit jeweils fünf Prozent. Zudem soll der Fonds durch Goldeinlagen abgesichert werden, vordringlich gegen Inflationsschwankungen.
Experten führen die Entscheidung des russischen Finanzministeriums ebenfalls auf die Risiken und Gefahren von US-Sanktionen zurück. Eine der Erklärungen lautet: Sobald in Washington wieder Sanktionen ins Gespräch gebracht würden, entstünden in Moskau Sorgen ob der Verwertbarkeit der Dollar-Einlagen aus dem Vermögensfonds. Dann müsse der russische Staat eventuelle Einschränkungen auf Dollar-Transaktionen befürchten.
Große Überraschung ruft die Entscheidung des russischen Finanzministeriums jedoch nicht hervor. Der Anteil des Dollars an den staatlichen Reserven ist auch international seit 2018 deutlich gefallen: von 40 auf 20 Prozent. Worüber manche Experten staunen, ist die Konsequenz, mit der die russische Führung den Vermögensfonds entdollarisieren will: In nur einem Monat soll die Dollarmenge in den Staatsreserven von knapp 40 Milliarden (Stand 1. Mai) auf null fallen.
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