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Erster Strang von Nord Stream 2 fertiggestellt – Putin

© SNA / Jewgeni Bijatow / Zur BilddatenbankRusslands Präsident Wladimir Putin beim St. Petersburger Wirtschaftsforum, 4. Juni 2021
Russlands Präsident Wladimir Putin beim St. Petersburger Wirtschaftsforum, 4. Juni 2021 - SNA, 1920, 04.06.2021
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Der erste der beiden Stränge der Ostseepipeline Nord Stream 2 ist fertiggestellt. Das gab der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag beim St. Petersburger internationalen Wirtschaftsforum bekannt. Der russische Gaskonzern Gazprom sei bereit, die Leitung mit Gas zu befüllen.
„Ich bin froh Ihnen mitteilen zu können, dass gerade heute, vor zweieinhalb Stunden, die Verlegung der Rohre des ersten Stranges der Gasleitung Nord Stream 2 abgeschlossenwurde“, sagte Putin.
Der russische Teil der Leitung sei startklar. Die Verdichterstation „Slawjanskaja“ sei bereits mit Gas befüllt.
„Somit ist Gazprom bereit, Nord Stream 2 mit Gas zu befüllen“.

Hintergrund

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Das Projekt hat einen geschätzten Wert von rund 9,5 Milliarden Euro.
Anlandepunkt der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin an der deutschen Ostseeküste (Archiv) - SNA, 1920, 02.06.2021
Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 steht kurz vor Testphase
Mehrere Länder stemmen sich gegen das Projekt. Die USA behaupten, eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischem Gas zu befürchten, und wollen das Projekt mit Sanktionen stoppen, um russisches Pipelinegas in Europa durch ihr deutlich teureres verflüssigtes Erdgas (LNG) zu ersetzen.
Auch osteuropäische Staaten wie Polen und die baltischen Länder lehnen die Pipeline ab. Die Ukraine befürchtet schwere Einbußen nach einem möglichen Wegfall des russischen Gastransits durch ihr Territorium wie auch den Verlust ihres Status als wichtiges Gastransitland.
Die Bundesregierung verwies immer wieder darauf, dass es sich um ein wirtschaftliches Projekt handelt. Nun gerät sie aber immer stärker unter Druck, entschied sich aber trotzdem für den Bau. Auch Österreich plädiert für die Umsetzung des Projekts.
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