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Erstmals seit 1978: Nasa plant zwei Missionen zur Venus

© AP Photo / NASA/JPL-Caltech vía APDie Venus
Die Venus - SNA, 1920, 03.06.2021
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Die US-Raumfahrtorganisation Nasa hat sich nach eigenen Angaben für zwei neue Missionen zum Nachbarplaneten Venus entschieden, die voraussichtlich im Zeitraum 2028-2030 starten sollen. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse darüber, warum sich die Venus zu einem so lebensfeindlichen Planeten entwickelt hat, der einst bewohnbar gewesen sein könnte.
Von vier Missionskonzepten, die der US-Weltraumbehörde im Februar 2020 im Rahmen des Wettbewerbs Discovery 2019 vorgelegt worden waren, habe die Nasa zwei ausgewählt. Nämlich „DaVinci+“ und „Veritas“, hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite der Behörde. Die Auswahl sei nach einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren aufgrund des potenziellen wissenschaftlichen Wertes und der Machbarkeit der Entwicklungspläne erfolgt.
Jede Mission soll für ihre Entwicklung jeweils 500 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt bekommen.
Die Mission „DaVinci+“ solle die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre des Himmelskörpers untersuchen. Anhand dessen sollten die Forscher herausfinden, wie der Planet entstanden sei und sich entwickelt habe sowie feststellen können, ob der Planet jemals einen Ozean gehabt habe. Möglicherweise sei die Venus die erste bewohnbare Welt im Sonnensystem gewesen, die ein erdähnliches Klima gehabt haben könnte, hieß es weiter in der Mitteilung.
Venus (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.05.2021
Radio-Signal in der Venus-Atmosphäre – Audioaufnahme
Die Mission bestehe aus einer Kugel, die durch die dicke Atmosphäre des Planeten eintauche und präzise Messungen von Edelgasen und anderen chemischen Elementen vornehme. Die Wissenschaftler sind auf der Suche nach Hinweisen, die nachweisen könnten, warum die Venusatmosphäre einen so starken Treibhauseffekt entwickelt habe mit Temperaturen von mehreren Hundert Grad.
Darüber hinaus solle „DaVinci+“ die ersten hochauflösenden Bilder der geologischen Merkmale auf der Venus liefern. Dies wäre die erste von den USA geleitete Mission zur Venusatmosphäre seit 1978, hieß es in der Mitteilung.
Die Mission „Vertitas“ solle die Venus mit einem Radar umkreisen und die Oberfläche des Planeten kartieren, um seine geologische Geschichte nachzuweisen. Die Forscher möchten verstehen, warum sich die Entwicklung der Venus von der der Erde so stark unterscheide und ob Prozesse wie Plattentektonik und Vulkanismus auf der Venus noch im Gange seien.
„Wir bringen unser planetarisches Wissenschaftsprogramm mit der intensiven Erforschung einer Welt in Schwung, die die Nasa seit über 30 Jahren nicht mehr besucht hat“, wird der stellvertretende Wissenschaftsdirektor der Nasa, Thomas Zurbuchen, in der Mitteilung zitiert.
„Mit Hilfe von Spitzentechnologien, die die Nasa im Laufe von mehreren Jahren für Missionen und Technologieprogramme entwickelt sowie verfeinert hat, leiten wir ein neues Jahrzehnt der Venus ein – um zu verstehen, wie ein erdähnlicher Planet zu einem Treibhaus werden kann“.
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