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Tötung George Floyds: Verteidigung fordert Bewährungsstrafe – Staatsanwaltschaft will 30 Jahre Haft

© AP Photo / Court TV via AP,Ex-Polizist Derek Chauvin
Ex-Polizist Derek Chauvin - SNA, 1920, 03.06.2021
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Die Verteidigung des Ex-Polizisten Derek Chauvin, der des Mordes an dem Afroamerikaner George Floyd schuldig gesprochen war, hat eine Bewährungsstrafe für ihren Mandanten gefordert. Die Staatsanwaltschaft hat hingegen 30 Jahre Haft für Chauvin gefordert.
Nach Ansicht von Chauvins Anwalt, Eric Nelson, können die Handlungen des damaligen Polizeibeamten, bei denen er Floyd während einer Verhaftung auf den Bürgersteig gedrückt hatte, „am besten als ein Fehler beschrieben“ werden, der „in gutem Glauben gemacht wurde“, und auf seiner Ausbildung basiert habe.
Zudem solle Chauvin eine Gefängnisstrafe erhalten, die mit der Untersuchungshaft verbüßt wäre, hieß es in seinem Antrag, der bei dem Bezirksrichter von Hennepin County, Peter Cahil, eingereicht und am Mittwoch vom Gericht in Minneapolis veröffentlicht worden war. Nelson verwies unter anderem darauf, dass sein Mandant nicht vorbestraft sei und bis zu seiner Festnahme auch keine rechtlichen Probleme gehabt habe.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat Chauvins Verbrechen „das Bewusstsein der Nation schockiert“ und muss mit einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren bestraft werden. Chauvins Taten hätten „einen Ausbruch von Trauer und Protest in ganz Minneapolis und dem Bundesstaat“ ausgelöst, hieß es. Außerdem wies die Staatsanwaltschaft auf die besondere Schwere und Grausamkeit hin, mit der Chauvin gehandelt habe.
Im April hatten die Geschworenen den 45-Jährigen des Mordes zweiten und dritten Grades sowie des Totschlags für schuldig befunden. Die Verkündung des Strafmaßes soll am 25. Juni stattfinden.
George-Floyd-Gedenkstätte in Minneapolis, USA, der 20. April 2021  - SNA, 1920, 12.05.2021
Bis zu 40 Jahre Haft: Richter strebt im Fall George Floyd besonders lange Haftstrafe an
Floyds Tod hatte eine landesweite Welle von Protestdemos gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen ausgelöst. George Floyd war bei einem Polizeieinsatz am 25. Mai 2020 in Minneapolis ums Leben gekommen. Er wurde von Polizeibeamten wegen des Verdachts festgenommen, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Videos vom Tatort zeigten, wie Polizisten den Afroamerikaner zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor das Bewusstsein und starb.
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