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UNAIDS-Chefin fordert „neue Dynamik“ im Kampf gegen HIV und Aids

© AP Photo / Jamey KeatenDas Logo des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und das der Weldgesundheitsorgenisation (WHO)
Das Logo des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und das der Weldgesundheitsorgenisation (WHO) - SNA, 1920, 03.06.2021
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Der Kampf gegen die Corona-Pandemie muss nach Ansicht der Exekutivdirektorin des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) Winnie Byanyima auch die weltweiten Anstrengungen zum Besiegen von HIV-Infektionen und Aids beflügeln. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
„Die Covid-Pandemie hat den Politikern vor Augen geführt, wie verletzlich wir alle sind, wie das Wirtschaftsleben zum Stillstand gebracht werden kann, wie Menschen sterben“, wird die geschäftsführende UNAIDS-Direktorin von der Nachrichtenagentur zitiert. „Wir müssen nun auch eine neue Dynamik beim Kampf gegen Aids entwickeln“.
Das UN-Programm wollte am Donnerstag einen Bericht vorlegen, aus dem hervorgeht, dass weitere Anstrengungen nötig sind, um das erklärte Ziel, die HIV-Pandemie bis 2030 zu besiegen, auch zu erreichen.
„Wir haben (in der Corona-Pandemie) bewiesen, dass die Wissenschaft in kürzester Zeit Lösungen hervorbringen kann, und wir haben bewiesen, dass Regierungen Ressourcen aufbringen können“, so Bynayima. Sie sei deshalb vorsichtig optimistisch, dass dies auch zur Beendigung der HIV-Pandemie möglich sei.
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Seit der ersten Erwähnung der damals mysteriösen Immunschwächekrankheit, als die US-Gesundheitsbehörde CDC am 5. Juni 1982 einen entsprechenden wissenschaftlichen Bericht vorgelegt hatte, sind fast 35 Millionen Menschen an Komplikationen durch Aids gestorben.
„Jedes dieser Leben zählt, so, wie die Leben zählen, die wir durch Covid verloren haben“, sagte Bynayima. Durch das Ende 2019 entdeckte Coronavirus Sars-CoV-2 starben nach den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher rund 3,6 Millionen Menschen.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wird die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland und bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, 2019 auf 2600 geschätzt und ist somit im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Zahl der Menschen mit HIV, deren Infektion noch nicht diagnostiziert worden sei, liege seit 2008 relativ konstant bei etwa 10.800.
Nach UNAIDS-Informationen wurden 2019 weltweit etwa 1,7 Millionen Neuinfektionen mit HIV verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2010 sei dieser Wert um 23 Prozent zurückgegangen.
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