Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Ob Papp-, Klapp, oder Solarbike: Die sieben ungewöhnlichsten Fahrräder der Welt – Fotos

© CC0 / Pixabay / 3194556Fahrrad (Symbolbild)
Fahrrad (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.06.2021
Abonnieren
Das Rad kann man zwar nicht neu erfinden, ein Fahrrad aber schon. Würden Sie es wagen, ein Pappbike zu fahren? Hätten Sie gerne einen Drahtesel in Ihrem Rucksack mit dabei? SNA präsentiert Ihnen zum Weltfahrradtag die wohl ungewöhnlichsten Bikes.
Die Deutschen lieben das Fahrradfahren. Das bestätigen die neuen Statistiken, die in diesem Frühling veröffentlicht wurden. Der Trend der letzten Jahre verstärkte sich durch die Corona-Einschränkungen. Im Jahr 2020 ist der Bestand an Fahrrädern in Deutschland mit rund 79,1 Millionen so hoch wie nie zuvor, erläutert das Portal Statista. Vor 15 Jahren waren das 12,1 Millionen Stück weniger. Besonders der Absatz von Elektrofahrrädern sei in den vergangenen Jahren in Deutschland angestiegen. Bestimmt sind in den deutschen Haushalten auch die folgenden ungewöhnlichen Bikes vorhanden.

1. Holzfahrrad

In Urzeiten, als die Fahrräder erst entwickelt wurden, verwendete man für deren Herstellung Holz. Erst mit der Zeit wurde dieses Material durch Legierungen verschiedener Metalle und Kunststoff jeder Art ersetzt. Nun sind die Drahtesel aus Holz wieder in. „My Esel“ heißen die Fahrräder, die man in der Alpenrepublik zusammenbaut. Deren Holzrahmen werden in Zusammenarbeit mit einer Handvoll kleinerer und größerer Betriebe komplett in Oberösterreich hergestellt. „Im Kern verwenden wir leichtes Birkenholz, mittels Schichtverleimung wird hohe Steifigkeit möglich, außen kommt Kernesche und Walnuss zum Einsatz“, so der Hersteller. Die Techniker und Designer der Firma seien von saftigen grünen Wiesen und Wäldern, österreichischen Serpentinen und herausfordernden Schotterstraßen inspiriert worden.

2. Geländerad

Ein Rungu Juggernaut Fahrrad scheint über Stock und Stein fahren zu können, denn es ist ein richtiges Geländerad. Übrigens ist „Juggernaut“ ein metaphorischer Begriff aus dem Englischen. Er bedeutet eine unaufhaltsame Kraft, die alles vernichtet, was ihr im Wege steht. Mit einem solchen Fahrrad sind also selbst die härtesten Wetterbedingungen kaum ein Hindernis. Laut seinem Hersteller soll das Bike einen stabilen Aluminiumrahmen, einen vergrößerten Radstand, eine richtige Gewichtsverteilung, eine verbesserte Geländegängigkeit sowie kraftvolle, breite Räder haben. All das hört sich wie ein echter Geländewagen an, nur eben auf zwei Rädern.

3. Retrobike

Ob 60-er, 70-er, 80-er oder 90-er – der Retro-Style ist in vielen Branchen beliebt, nicht nur in der Mode oder Musik. Auch bei den Fahrradfans ist Vintage gefragt, besonders wenn sich der klassische Charme mit modernen Technologien kombinierten lässt. So ist das Modell Cykno entstanden, das Retro-Design- sowie E-Bike-Elemente enthält. Dieses Fahrrad wurde auf der Design Week in Mailand im Jahr 2013 präsentiert und war in aller Munde.

4. Pappfahrrad

Ein Pappfahrrad besteht zum größten Teil aus Pappe. Ein Prototyp eines solchen „Hirsches“ wurde 2008 von Phil Bridge entwickelt. Der damals 21-jährige Student aus dem englischen Stockport fertigte sein Bike im Rahmen eines Produkt-Design-Studiums an der Sheffield Hallam University, teilte BBC mit. Das Pappfahrrad war aus einer bienenwabenförmig verstärkten Pappe mit dem Handelsnamen Hexacomb hergestellt und konnte einen Menschen mit einem Gewicht von bis zu 77 Kilogramm tragen. Der Antrieb und die Bremsen waren wie üblich aus Metall, die Fahrradreifen waren auch traditionell.
Der israelische Maschinenbauingenieur Izhar Gafni beantragte 2009 ein US-Patent für sein „Fahrrad aus recyclingfähigem Karton“. 2012 präsentierte er im Moshav Ahituv den Prototyp, der fast vollständig aus Pappe zusammengebaut war. Die Komponenten wie Fahrradrahmen, Räder, Lenker und Sattel bestanden aus gefalteter und zusammengeklebter Pappe, schrieb das Portal Businessinsider. Das komplette Fahrrad wiegt 9,1 Kilogramm und ist schwer entflammbar sowie wasserabweisend beschichtet. Nach Gafnis Worten kann sein Werk Fahrer bis 220 Kilogramm tragen. Die Fertigungskosten betragen zwischen acht und elf Euro, hieß es.

5. Lastenfahrrad

Lastenfahrräder sind je nach Aufgabe und Einsatzgebiet mit verschiedenen An- und Aufbauten ausgerüstet.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) fördert die Anschaffung von Schwerlastenfahrrädern. Dies folgt aus der Richtlinie zur Förderung von innovativen marktreifen Klimaschutzprodukten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kleinserien-Richtlinie) vom 21.02.2018. Förderfähig sind 30 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung der Schwerlastfahrräder, maximal jedoch 2500 Euro pro E-Lastenfahrrad bzw. Lastenanhänger mit E-Antrieb.
Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) des Landes Berlin förderte den Ankauf jeglicher Lastenräder im Herbst 2018 mit einer halben Million Euro. Seit Anfang März 2017 fördert die Stadt Wien den Erwerb von Lastenrädern.

6. Klappfahrrad

Ein Fahrrad in einem Rucksack? Geht auch! Der Nachwuchsingenieur Thomas Kaiser aus dem österreichischen Schrattenbach hat ein Downhill-Bike entwickelt, berichtete die Augsburger Allgemeine im Herbst 2008. Mit Unterstützung der Hochschule Kempten im bayerischen Allgäu hat er an seinem „Bergmönch“ gearbeitet. Solch ein Name für das Klappfahrrad aus Aluminium lässt sich laut seinem Entwickler leicht erklären: „Man trägt das Rad auf den Berg und kniet bei der Abfahrt wie ein Mönch – ,Bergmönch‘ eben“, zitierte die Zeitung Kaiser.

7. Solarfahrrad

Die Innovation aus den Niederlanden machte 2006 Schlagzeilen in Magazinen und auf Technik-Portalen. Ein Start-up-Unternehmen präsentierte in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Eindhoven damals ein Fahrrad mit Solarantrieb. Sie fanden ihren Angaben nach eine Lösung, mit der man die Solarzelle auch im Schatten und bei schlechten Lichtverhältnissen aufladen kann.

Weltfahrradtag

Der Weltfahrradtag wird am 3. Juni gefeiert. Er ist ein relativ neuer Aktionstag und wurde erst im Jahr 2008 als ein offizieller UN-Tag verabschiedet. Laut dem Europäischer Radfahrer-Verband (European Cyclists’ Federation, ECF) hat das Fahrradfahren gesellschaftliche, ökonomische sowie ökologische Vorteile und bringt die Menschen einander näher.
Ihre Meinung
Wie oft benutzen Sie das Fahrrad?
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала