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1200 Euro monatlich für drei Jahre: Pilotprojekt zu Grundeinkommen gestartet

© CC0 / PixabayGeld (Symbolbild)
Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.06.2021
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Bislang wurden sie spielerisch in einer Lotterie vergeben. Nun wird es ernst: In einem Pilotprojekt wurden am Mittwoch die ersten 122 bedingungslosen Grundeinkommen für drei Jahre vergeben. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung will die Organisation „Mein Grundeinkommen“ die Auswirkungen des Modells untersuchen.
Seit sieben Jahren schon verschenkt die Organisation „Mein Grundeinkommen“ bedingungslose Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat. Diese werden in einem Lotterieverfahren zufällig an angemeldete Teilnehmer vergeben. Finanziert werden die Grundeinkommen aus Spenden an die Organisation. Ist der Topf voll, steht eine neue Vergabe an. Damit will die Organisation auf das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens aufmerksam machen, das Bürgern einen unabänderlichen Grundbetrag verspricht, der ihnen Existenzängste nehmen soll.
Mehr als 800 Menschen in Deutschland haben solche Grundeinkommen bereits erhalten und über ihr Leben vor und nach diesem Ereignis berichtet. Damit hatte „Mein Grundeinkommen“ die Auswirkungen dieses Modells auf das Leben von Menschen in Eigenregie untersucht. Das Ergebnis: Den meisten gibt die Gewissheit einer finanziellen Basis einen Impuls, kreativer und unternehmungslustiger zu werden. Auch das psychische Befinden und das soziale Miteinander profitieren davon.
Nun tritt das Projekt Grundeinkommen in die nächste Phase: Im Pilotprojekt Grundeinkommen haben das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und „Mein Grundeinkommen“ 122 Grundeinkommen vergeben, die diesmal bei 1200 Euro liegen und für drei Jahre ausgezahlt werden. Das Ganze wird wieder aus Spenden von insgesamt 181000 Privatpersonen finanziert.
In einer Studie sollen die Auswirkungen des Grundeinkommens systematisch untersucht werden: „Wir wollen in den kommenden drei Jahren empirisch erforschen, ob und wie die bedingungslose, regelmäßige Auszahlung eines Geldbetrags, der mehr als das Existenzminimum deckt, bei Menschen überhaupt wirkt“, erläutert Jürgen Schupp vom DIW Berlin, der für das Projekt wissenschaftlich verantwortlich ist.
Neben dem DIW und „Mein Grundeinkommen“ beteiligen sich auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, der Universität zu Köln und der Technischen Hochschule Köln an der Untersuchung.
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