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Enthüllungen über Spionage: Norwegen bestellt US-Botschafter ein – Medien

Oslo, Norwegen - SNA, 1920, 03.06.2021
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Die norwegische Regierung hat den US-amerikanischen Botschafter in Oslo zu Gesprächen einbestellt, nach dem diese Woche weitere Details zur Spionagetätigkeit der USA gegen europäische Führungspersönlichkeiten in den Jahren 2012–2014 bekanntgeworden sind.
Von der Abhörtätigkeit der US-amerikanischen Nachrichtendienste waren auch norwegische Spitzenpolitiker betroffen. Dies ist der Anlass für die Einbestellung des Diplomaten.
„Ich bin froh, dass die Amerikaner klar gesagt haben, dass sie ihr Vorgehen in Bezug auf die Überwachung von Verbündeten in 2014 geändert haben, und dass sie mit uns und mit anderen kooperieren wollen, um darzustellen, was damals passierte“, sagte die norwegische Premierministerin Erna Solberg gegenüber der Nachrichtenagentur NTB.
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Um dies weiter zu verfolgen, habe man am heutigen Donnerstag den US-Botschafter einbestellt.
Norwegens Verteidigungsminister Frank Bakke-Jensen twitterte: „Wir haben deutlich gesagt, dass Überwachung von Alliierten unakzeptabel und unnötig ist.“
Auch der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist ist mit den Erklärungen aus Kopenhagen und Washington nicht zufrieden. „Ich meine, wir haben noch keine zufriedenstellende Antwort erhalten“, zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag. Deshalb plane er, erneut Kontakt zu Dänemark und den USA aufzunehmen.

Spionage-Berichte

Nach Informationen des dänischen Rundfunksenders DR sowie der Sender NDR, WDR und der „Süddeutschen Zeitung“ hat Dänemarks Auslandnachrichtendienst Forsvarets Efterretningstjeneste (FE) dem US-amerikanischen Auslandgeheimdienst NSA (National Security Agency) dabei geholfen, europäische Spitzenpolitiker zwischen 2012 und 2014 auszuspionieren. Darunter waren Angela Merkel, der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier und der damalige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll belauscht worden sein. Sie hätten von der Bespitzelung erst jetzt erfahren, hieß es.
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