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Nicaragua: Haftbefehl gegen Präsidentschaftskandidatin der Opposition erlassen

© REUTERS / CARLOS HERRERAPolizei vor dem Haus der oppositionellen Präsidentschaftskandidatin Cristiana Chamorro
Polizei vor dem Haus der oppositionellen Präsidentschaftskandidatin Cristiana Chamorro  - SNA, 1920, 03.06.2021
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Ein halbes Jahr vor der Präsidentenwahl in Nicaragua hat die Staatsanwaltschaft des Landes einen Haftbefehl gegen die oppositionelle Kandidatin Cristiana Chamorro erlassen. Das folgt aus einer Mitteilung der Justizbehörde am Mittwoch (Ortszeit).
Demnach wird die Tochter der früheren Staatschefin Violeta Barrios de Chamorro neben der Geldwäsche auch der „ideologischen Falschheit“ beschuldigt.
Wie örtliche Medien unter Verweis auf eine zunächst nicht öffentlich zugängliche Mitteilung der Justiz berichteten, hat zudem ein Gericht in der Hauptstadt Managua einem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben, Chamorro unter anderem die Ausübung öffentlicher Ämter sowie die Ausreise zu verbieten.
Der Bruder von Cristiana Chamorro, der Journalist Carlos Chamorro, schrieb am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter, dass das Wohnhaus seiner Schwester mehr als fünf Stunden lang durchsucht worden sei. Seine Schwester stehe nun unter Hausarrest, das Haus sei weiter von der Polizei „besetzt“.
Am Dienstag hatte Cristiana Chamorro ihre Präsidentschaftskandidatur angekündigt. Sie vertritt das oppositionelle Parteienbündnis Alianza Ciudadanos por la Libertad (Allianz Bürger für die Freiheit).
Zwei Wochen zuvor hatte Nicaraguas Innenministerium mitgeteilt, es gebe klare Indizien für Geldwäsche in einer nach der Ex-Präsidentin Barrios de Chamorro benannten Stiftung in den Jahren 2015 bis 2019, als die Tochter diese leitete. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden. Die jüngere Chamorro wies die Anschuldigung zurück.
Im November soll die Präsidentenwahl in Nicaragua stattfinden.
Der Vorsitzende der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN), Daniel Ortega, war von 1985 bis 1990 gewählter Staatspräsident von Nicaragua. Nach den Wahlniederlagen in den Jahren 1990, 1996 und 2001 wurde er am 5. November 2006 wiedergewählt und am 6. November 2011 sowie am 7. November 2016 im Amt bestätigt.
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