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Enorme Notruf-Panne in Frankreich – für eine Person kommt jede Hilfe zu spät

© REUTERS / Stringer .Das französische Telekommunikationsunternehmen Orange
Das französische Telekommunikationsunternehmen Orange - SNA, 1920, 03.06.2021
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Eine schwere Panne beim französischen Telekommunikationsunternehmen Orange hat den Betrieb von Notrufnummern in ganz Frankreich gestört, sodass viele Notdienste im ganzen Land nur schwer erreichbar waren. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.
Zu der Störung kam es demnach in der Nacht zum Donnerstag. Laut dem Innenminister Gérald Darmanin wurden rund 400 Ersatznummern eingerichtet, um weiterhin die Feuerwehr, die Polizei oder einen Notarzt erreichen zu können. Nach eigenen Angaben war der Minister wegen des Vorfalls vorzeitig aus Tunesien zurückgekehrt, wo er sich gemeinsam mit Premierminister Jean Castex aufgehalten hatte.
Ein Mensch, der eine Herz-Kreislauf-Krankheit hatte, soll in der Bretagne gestorben sein, weil die Rettungsdienste nicht rechtzeitig erreicht werden konnten.
Auf der französischen Insel La Réunion sollen zwei weitere Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ums Leben gekommen sein. Sie hätten zuvor versucht, den Notruf zu erreichen. Unklar sei jedoch, ob es bei den Fällen auf La Réunion besonders lange bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gedauert habe und ein Zusammenhang mit der Panne bestehe, so Darmanin.
Die Störungen bezeichnete er als „schwer und nicht hinnehmbar“. Inzwischen habe sich die Lage gebessert. Die Bürger sollten in Notfällen zunächst versuchen, wieder die gewohnten Nummern 15, 17 oder 18 zu wählen. „Wir werden besonders wachsam bleiben“, betonte der Minister. Die Panne solle untersucht werden.
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Der Konzern Orange teilte mit, die Dienste funktionierten, es gebe aber noch eine verstärkte Überwachung des Netzes. Orange-Geschäftsführer Stéphane Richard entschuldigte sich auf Twitter bei den Betroffenen für den Vorfall.
Präsident Emmanuel Macron sagte, es sei noch zu früh, um im Hinblick auf die Situation Schlüsse zu ziehen, man sei aber besorgt.
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