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Schwesig eröffnet 4. Russlandtag in Rostock mit Plädoyer für Nord Stream 2

© REUTERS / Maxim ShemetovNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 02.06.2021
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In Rostock ist am Mittwochvormittag der 4. Russlandtag der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns eröffnet worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wiederholte ihre klare Position zur umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2.
Laut der Staatskanzlei in Schwerin handelt es sich beim Russlandtag um das bundesweit größte deutsch-russische Wirtschaftstreffen. Bis zuletzt war unsicher, ob die Veranstaltung in Präsenz stattfinden kann. Wegen der noch nicht ganz abgeklungenen Corona-Pandemie wird das Treffen weitgehend digital abgehalten.
Der Russlandtag fand erstmals 2014 statt, Schwesigs Amtsvorgänger Erwin Sellering (SPD) entschied damals trotz der Ukrainekrise das Treffen nicht abzusagen. Sellering leitet heute eine Umweltstiftung, die sich auch dem Schutz der Gasleitung Nord Stream 2 widmet. Am Nachmittag wird Sellering an einer Diskussion auf dem Russlandtag teilnehmen.

Im Dialog bleiben

Neben Firmenlenkern hatte sich auch Politikprominenz in Rostock und St. Petersburg versammelt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Ministerpräsidentin verwies in Ihrer Eröffnungsrede auf „die vielen persönlichen Kontakte unserer Bürgerinnen und Bürger, aber auch vieler Unternehmer aus vielen Jahrzehnten“. Der Russlandtag diene dazu, „das Netzwerk zwischen Deutschland und Russland zu stärken.
Im Vorfeld wurde auch Kritik laut, ob der Russlandtag angesichts politischer Spannungen zwischen Russland und Deutschland überhaupt stattfinden sollte. Schwesig gab darauf eine klare Antwort:
Ich bin fest davon überzeugt, dass es gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist, weiter im Dialog zu bleiben […] Es ist immer besser, miteinander zu sprechen, als Türen zuzuschlagen und gemeinsame Chancen zu vergeben.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 20.05.2021
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Nord Stream 2: „Wir halten den Bau nach wie vor für richtig“

Schwesig ging auch auf die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 ein, deren Anlandestelle bei Greifswald sie erst vor ein paar Wochen gemeinsam mit dem russischen Botschafter besuchte:

„Ein Projekt, das uns miteinander verbindet, ist die Ostsee-Pipeline. Unsere Position als Landesregierung ist in dieser Frage klar: Wir halten den Bau nach wie vor für richtig. Ihre Fertigstellung liegt auch in deutschem Interesse und im Interesse vieler weiterer europäischer Länder.“

Manuela Schwesig
Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern
Laut Schwesig ist es „besser, günstiger und auch umwelt- und klimafreundlich“, russisches Erdgas direkt über die Gasleitung zu sichern, als „besonders schädlich abgebautes Flüssiggas über die Weltmeere zu transportieren“. Die Ministerpräsidentin versprach, sich auch weiter gegen Sanktionen gegenüber am Bau der Pipeline beteiligten Firmen einzusetzen.
Im Laufe des Tages werden viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zum Russlandtag erwartet. SNA wird darüber berichten.
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