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Merkel distanziert sich von Wanderwitz' Aussagen: „Jeden wieder für Demokratie gewinnen“

© REUTERS / POOLBundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 02.06.2021
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen die Äußerungen des Ostbeauftragten Marco Wanderwitz gestellt, nach denen nur ein geringer Teil der AfD-Wähler „potenziell rückholbar“ sei.
„Meine Herangehensweise ist immer die, dass in einer Demokratie jede Bürgerin und jeder Bürger zählt“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin, nach Beratungen mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten. Politik müsse für jeden Bürger gemacht werden. „Deshalb ist es natürlich beschwerlich, wenn Menschen sich von der Demokratie abwenden.“ Das sei ein Verlust für das Gemeinwesen und mache das Zusammenleben schwieriger.
„Aber ich werde mich nie damit abfinden, dass man das als gegeben hinnimmt, sondern immer weiter dafür arbeiten, auch wenn es manchmal lange dauert und langen Atmen verlangt, jeden auch wieder für die Demokratie zu gewinnen.“
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Merkel betonte, Wanderwitz habe Probleme angesprochen, die allen Sorgen machten. Er mache auch eine gute Arbeit, so die Bundeskanzlerin weiter.
Zuvor hatte Wanderwitz gesagt, dass ein Teil der ostdeutschen Wähler der Demokratie den Rücken gekehrt habe und ein Teil der AfD-Wähler dauerhaft für die Demokratie verloren sei. Er sprach von einer stärkeren Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien in Ostdeutschland. Man könne nur auf Bildungsarbeit setzen und „auf die nächste Generation“ hoffen, so Wanderwitz.
Marco Wanderwitz im deutschen Bundestag (Archivbild) - SNA, 1920, 28.05.2021
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