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Russischunterricht einmal anders - Das RussoMobil fährt wieder durch Deutschland und Österreich

© Foto : Projekt RussoMobilProjekt RussoMobil
Projekt RussoMobil - SNA, 1920, 01.06.2021
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Mit den ersten Schulöffnungen hatte das RussoMobil wieder seine Einsätze an deutschen Schulen. In den vergangenen Monaten mussten viele geplante Veranstaltungen immer wieder abgesagt werden. Deshalb haben RussoMobil-Lektorinnen ein Konzept für online-Einsätze erarbeitet, wie Projektleiterin Oksana Kogan-Pech gegenüber SNA sagte.
Damit könne das Projekt neben Präsenzstunden auch online-Stunden anbieten, meint sie. „Im März 2021 haben wir das Norbertusgymnasium in Magdeburg besucht. Vor einem Jahr was es die letzte Schule, wo wir unsere Einsätze durchgeführt haben. Als die Anfrage von der Schule in diesem Jahr wieder kam, haben wir gleich zugesagt, und dann haben wir natürlich gewartet, wann das tatsächlich möglich ist und in welcher Form. Und alle haben sich riesig gefreut, Russischlehrer, unsere Lektorinnen und natürlich die Schüler, als es möglich war, diese Unterrichtpräsenz in der Schule durchzuführen.“
„Diese Schule besuchen wir jedes Jahr und immer die Klassen, die vor der Sprachwahl stehen“, fuhr Kogan-Pech fort. „Das sind Schüler, die wählen, was sie in der 8. Klasse anfangen zu lernen, Russisch oder Französisch. Fast immer ist auch Franzmobil parallel mit uns da. Das nennt sich Sprachentag, wenn die Kinder die Möglichkeit bekommen, neue Sprachen zu ,schnuppern‘. Nach einer bestimmten Zeit müssen sie sagen, welche Sprache sie gewählt haben.“
Ob der Wunsch nach dem Französischen stärker als nach dem Russischen ist, konnte die RussoMobil-Projektleiterin nicht sagen, weil sie auf die Ergebnisse von dem Russischlehrer noch wartet. „Aber das Erste, was wir gesehen haben, als wir in diese Schule kamen, war ein riesiges Plakat ‘Добро пожаловать!‘. Die Klasse war mit Matrjoschkas geschmückt. Und das hat natürlich die Laune verbessert. Alle Schüler, die an unserer Probestunde teilgenommen haben, haben sehr aktiv und mit großem Interesse gearbeitet.“
„In jeder Klasse erstellen wir eine Mindmap“, so Kogan-Pech weiter. „Wir sammeln Assoziationen, welche die Schüler mit Russland verbinden, was sie schon über Russland wissen. Seit fast elf Jahren führen wir so eine Statistik. Das sind unterschiedliche Begriffe, die oft von der aktuellen politischen Situation abhängig sind, aber es gibt Begriffe, die immer vorne kommen.“
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Den ersten Platz habe immer Moskau als Hauptstadt Russlands, fährt die Projektleiterin fort. „Das wissen die Schüler. Matrjoschka gehört zu den Stereotypen. Auf dem dritten Platz liegt Putin. Und Wodka natürlich. Sputnik wurde genannt. Das ist ein neuer Begriff. Und einmal ist auch der Name Nawalny aufgetaucht. Wir hatten acht Stunden in zwei Tagen durchgeführt, und einmal hörten wir diesen Namen. Aber es war auch der erste Tag, an dem Wodka nicht erwähnt wurde! Als die Krise in der Ukraine war, kamen Begriffe wie Krim, Krieg, Panzer. Nachdem die Ukraine nicht mehr aktuell war, kam das Doping. Jetzt wird auch dies nicht mehr erwähnt. Wir warten, wie oft Nawalny noch kommt.“
Auch die SchülerInnen des Prof.-Friedrich-Förster Gymnasiums Haldensleben mussten sich entscheiden, welche Fremdsprache sie lernen möchten. Das RussoMobil hat dazu einiges beigetragen, als es an dieser Schule weilte. Am Schulhomepage kann man lesen: „Wie Russisch klingt, wenn es eine Russin spricht, konnten die SchülerInnen erleben. Die zwei russischen Studentinnen Tanja und Valerija übten mit ihnen, wie man sich auf Russisch begrüßt, nach dem Befinden erkundigt und verabschiedet. Dann ging es auf eine kurze filmische Reise zu berühmten russischen Städten und deren Sehenswürdigkeiten. Dass es sogar Gemeinsamkeiten zwischen den russischen und deutschen Buchstaben gibt, überraschte den einen oder anderen, und am Ende konnte sogar jeder seinen Namen mit russischen Buchstaben schreiben.“

Unterschiede zu den früheren Einsätzen von RussoMobil

Sie seien mit der Pandemie-Situation verbunden, stellt Kogan-Pech fest. „Erstens wurden die Klassen geteilt. In diesem Gymnasium ist so ein System, dass die Hälfte einer Klasse Präsenzunterricht hat, und die zweite Hälfte in dieser Zeit zu Hause ist und den Unterricht online verfolgen kann. Dann wechseln sie sich, sodass jede Gruppe die gleiche Zahl von Präsenz- und Online-Unterrichtsstunden hat. Zweitens waren große Abstände zwischen den Tischen, und alle haben Masken getragen. Unsere Lektorinnen und auch die Schüler.“
Als alle Schulen trostlos geschlossen wurden, aber RussoMobil viele Anfragen von Russischlehrern bekommen hat, überlegte man, was man in dieser Situation machen kann. „Die Idee des Online-Unterrichts schwebte dann in der Luft“, sagt Oksana Kogan-Pech, „obwohl es gewisse Schwierigkeiten gibt, zum Beispiel mit unserem Film ,Durch die Städte Russlands‘. Wenn wir diesen Film online zeigen, kann man keine Wortbegleitung von der Lektorin leisten, weil das technisch nicht machbar ist. Jetzt haben unsere Lektorinnen eine Präsentation im PDF-Format vorbereitet. So können sie jetzt diese Präsentation mit eigenen Kommentaren ergänzen, was sie immer bei der offline Filmvorführung gemacht haben.“
Der Rote Platz in Moskau - SNA, 1920, 15.03.2021
Woher rührt die wachsende Entfremdung zwischen Russen und Deutschen?

Das RussoMobil fährt jetzt in Österreich

Natürlich sei das Interesse am Erlernen der russischen Sprache in Österreich groß, merkt die Projektleiterin an. „Und wenn Schüler Russisch schon wählen, dann lernen sie es auch mit viel Interesse. In Deutschland haben wir schon Schüler getroffen, die Russisch lernen, nur um eine dritte Fremdsprache unbedingt zu haben und ein gutes Abitur zu bekommen. Aber in Österreich haben wir immer ein aufrichtiges Interesse für die russische Sprache und Russland getroffen.“
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