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Dieselskandal: Ex-Chef Winterkorn soll rund zehn Millionen Euro an VW zahlen – Bericht

© SNA / Alexej Druschinin / Zur BilddatenbankMartin Winterkorn (rechts), Archiv
Martin Winterkorn (rechts), Archiv - SNA, 1920, 01.06.2021
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Der deutsche Autobauer Volkswagen soll mehreren ehemaligen Vorständen laut dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ eine Rechnung für den Dieselskandal vorgelegt und sich mit den meisten offenbar bereits auf Vergleiche geeinigt haben.
Den Managern werde vorgeworfen, ihre Sorgfaltspflichten verletzt zu haben, hieß es in einem Bericht vom Dienstag. Ex-Konzernchef Martin Winterkorn habe sich bereiterklärt, rund zehn Millionen Euro an das Unternehmen zu zahlen, so das Portal unter Berufung auf Vertragsentwürfe.
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Entsprechende Vereinbarungen mit den ehemaligen Top-Managern sollten noch in dieser Woche unterzeichnet werden. Die betroffenen Ex-Vorstände sollen jeweils mindestens eine Million Euro an VW überweisen, hieß es.
Weitere 200 bis 300 Millionen Euro soll der Autohersteller aus der Haftpflicht-Versicherung für seine Top-Manager laut dem Magazin kassieren. Die Versicherung werde nur in dem Fall zahlen, wenn die jeweilige Führungskraft fahrlässig und nicht vorsätzlich gehandelt habe. Daher sei es bei den Vorwürfen des Konzerns gegen Winterkorn und andere ausdrücklich nur von Verletzungen der Sorgfaltspflicht die Rede. Strafrechtlich habe sich dagegen kein Ex-Manager bei VW, Audi oder Porsche etwas zu schulden kommen lassen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Verweis auf Insider meldet, solle der VW-Aufsichtsrat am Wochenende über einen Kompromiss beraten, der danach von der Hauptversammlung im Juli abgesegnet werden muss.

VW-Abgasskandal

Volkswagen hatte nach einer ersten Ad-hoc-Mitteilung am 22. September 2015 in mehreren Pressemitteilungen über die unzulässige Abschalteinrichtung in Millionen Diesel-Fahrzeugen informiert. Der Skandal war viele Wochen lang eines der großen Themen in den Medien. Nach „Business Insider“-Angaben hat der Autobauer bislang mehr als 32 Milliarden Euro für den Dieselskandal zahlen müssen.
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Der VW-Aufsichtsrat hatte Ende März beschlossen, von Winterkorn und dem ehemaligen Audi-Chef Rupert Stadler Schadensersatz wegen der Verletzung aktienrechtlicher Sorgfaltspflichten zu fordern. Auch vier ehemalige Vorstände von Audi, Porsche und VW nahm der Konzern wegen der Abgasmanipulation in Regress.
Der Aufsichtsrat stützte sich auf Untersuchungen einer Anwaltskanzlei, die in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Dokumente, Dateien, Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft sowie behördliche und gerichtliche Verfahren auswertete und selbst mehr als 1500 Interviews und Vernehmungen führte.
Nach Überzeugung des Aufsichtsrats stand fest, dass Winterkorn es in der Zeit ab dem 27. Juli 2015 unterlassen habe, die Hintergründe des Einsatzes unzulässiger Softwarefunktionen in Dieselmotoren aufzuklären, die zwischen 2009 und 2015 in den USA verkauft wurden. Außerdem habe Winterkorn nicht dafür gesorgt, dass die in dem Zusammenhang von den US-Behörden gestellten Fragen umgehend wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet wurden.
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Winterkorn, der den Autokonzern bis zu seinem Rücktritt im September 2015 führte, hatte die Entscheidung des Aufsichtsrats Reuters zufolge bedauert. Den gegen ihn erhobenen Vorwurf ließ er durch seinen Anwalt zurückweisen.
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