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Sadistische Bestrafungen und Zuhälterei durch Nonnen – sechs Horror-Kinderheime der Welt

© CC0 / snarlingbunny / PixabayTeddybär (Symbolbild)
Teddybär (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.06.2021
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Zum Internationalen Kindertag hat SNA die sechs Erziehungsanstalten aufgelistet, die in den letzten Jahren weit über eigene Grenzen hinaus durch skandalöse Untersuchungen bekannt wurden. Für die Kinderrechte gab es dort laut entsetzlichen Befunden keinen Platz.
Der Internationale Kindertag wird heutzutage in mehr als 140 Staaten begangen. Dieser Aktionstag soll auf die Kinderrechte aufmerksam machen. In den folgenden Anstalten hat man auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge leider gar nicht geachtet. Hier sind die sechs schrecklichen Heime, die nach Ermittlungen in den letzten Jahren weltweit Schlagzeilen gemacht haben.

Mehr als 200 Kinder-Überreste in Kamloops (Kanada)

Auf einem Grundstück einer sogenannten Residential School, die in der Stadt Kamloops im Westen Kanadas von 1890 bis 1969 geöffnet war, sind vor kurzem Überreste von 215 Kindern kanadischer Ureinwohner entdeckt worden. Dies teilte die dort lebende Ureinwohner-Gruppe unter Berufung auf ihre Chefin Rosanne Casimir mit. Der grausame Fund wurde laut einem Statement vom vergangenen Donnerstag bei Radar-Untersuchungen vor einer Woche gemacht. Es habe bereits zuvor eine Kenntnis darüber in der Gemeinschaft gegeben, die sich nun bestätigt habe.

Missbrauchsskandal im Bistum Speyer (Deutschland)

Die Niederbronner Schwestern sehen sich seit dem Dezember 2020 dem Vorwurf ausgesetzt, sie hätten mit den ihnen anvertrauten Kindern Zuhälterei betrieben. Das soll sich laut Medien vor etwa 50 Jahren in von ihnen betreuten Kinderheimen in Speyer ereignet haben. Die Nonnen weisen das zurück. Das Sozialgericht in Darmstadt hatte im vorigen Jahr einem ehemaligen Speyerer Heimkind eine Opferrente zugesprochen. In dem Urteil wurden die Angaben des Mannes unter Bezug auf mehrere Gutachten in der Summe als glaubwürdig bewertet. Als Kind sei er im Kinderheim ungefähr 1000 Mal vergewaltigt worden. Alle drei bis vier Monate sollen dort die sogenannten Sexpartys mit anderen Jungen und Mädchen sowie Priestern, deren Freunden und Politikern stattgefunden haben. Die Nonnen hätten daran verdient, schrieb das Portal „Domradio“.

Tausende Opfer in von Nazarethschwestern geführten Waisenhäusern (Schottland, Vereinigtes Königreich)

Die schottische Kommission zur Untersuchung von Kindesmissbrauch hat im Jahr 2019 einen Bericht zu Vorfällen in katholischen Kinderheimen vorgelegt. Demnach wurden Tausende Kinder, die in von Nazarethschwestern geführten Waisenhäusern in Schottland untergebracht waren, Opfer von Misshandlungen, Demütigungen und in manchen Fällen sexuellen Missbrauchs „der schändlichsten Weise“, teilte Kathpress mit.
Für viele Kinder seien die vier Heime des katholischen Ordens in Aberdeen, Cardonald, Lasswade und Kilmarnock „Orte der Angst“ gewesen. Dort seien sie „ungestraft körperlich missbraucht und emotional degradiert“ worden. Die Kommission hatte Ende des Jahres 2018 Berichte von ehemaligen Waisenkindern dieser Heime gehört, die sich auf Vorfälle in der Zeit zwischen 1933 bis 1984 bezogen. Demnach wurden Kinder „regelmäßig mit Gürteln, Stöcken, Besenstielen und Kruzifixen geschlagen“. Darüber hinaus wurden Bettnässer in Eiswasser gebadet oder sie mussten ihre nassen Bettücher tragen.

Massengrab für 800 Kinderleichen in Tuam (Irland)

Das irische Tuam wurde durch die Entdeckung eines Massengrabes mit den sterblichen Überresten von rund 800 Kinderleichen international bekannt. Die Experten entdeckten sie in den vergangenen Jahren in 17 von 20 unterirdischen Kammern in dem von 1925 bis 1961 betriebenen St. Mary’s Mother and Baby Home. Die irische Polizei bestätigte 2017 in einem Untersuchungsbericht offiziell den Fund von „großen Mengen“ Knochen von Föten und Skeletten von Kindern im Alter bis zu drei Jahren. Das Heim in Tuam war laut Medien eine von zehn Einrichtungen im Land, in denen insgesamt rund 35.000 alleinstehende Mütter, sogenannte „gefallene Frauen“, untergebracht waren. Sie sollen von den dort lebenden Nonnen gedemütigt und als Arbeitskräfte ausgebeutet worden sein. Ihre verstorbenen Kinder wurden nicht auf dem kirchlichen Friedhof, sondern in unterirdischen Kammern, oder wie Abfall in Klärgruben oder Abwasserkanälen entsorgt.

100 Todesfälle in Florida School for Boys (USA)

Die Florida School for Boys war eine von 1900 bis Juni 2011 bestehende Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche in Marianna (US-Bundesstaat Florida). Anfangs waren die Behörden von rund 30 Todesfällen in dieser Einrichtung ausgegangen. Mittlerweile wurden rund 100 Todesfälle bestätigt. Ein Teil der verstorbenen Kinder kam bei einem Schulbrand im Jahr 1914 ums Leben. Einige Kinder wurden Opfer der Grippeepidemie von 1918. Die anderen starben bei Unfällen, kamen bei Messerstechereien oder Kämpfen ums Leben. Ehemalige Schüler in den 1950er und 1960er Jahren berichteten laut Medien von sadistischen Bestrafungen mit zum Teil extremen Misshandlungen. Die Überlebenden der Anstalt bezeichnen sich als „White House Boys“ („Die Buben vom weißen Haus“) – so nannten die Schüler ein kleines Gebäude auf dem Schulgelände, wo Misshandlungen verabreicht wurden.

150 Opfer in Saint Martin (britische Kanalinsel Jersey)

Im Frühjahr 2007 startete eine Untersuchung der Kindermissbrauchsfälle in einem Kinderheim auf der britischen Kanalinsel Jersey. Mehrere Kinder sollen dort von 1960 bis 1986 sexuell missbraucht und getötet worden sein. Einige damalige Mitarbeiter des seit 1986 geschlossenen Heims „Haut de la Garenne“ wurden festgenommen. Insgesamt hätten sich 150 mutmaßliche Opfer von Kindesmissbrauch sowie weitere Zeugen gemeldet, teilte die Polizei mit.

Kinderrechte

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Die ist am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet worden. Das Dokument wurde von den meisten Staaten ratifiziert. Als Kinder werden demnach alle Personen unter 18 Jahren definiert, und es wird bekräftigt, dass allen Kindern alle Menschenrechte zustehen. Insgesamt beinhaltet die Konvention 54 Kinderrechtsartikel sowie das Zusatzprotokoll zur Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten, das Zusatzprotokoll gegen den Verkauf und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und das Zusatzprotokoll zum Individualbeschwerdeverfahren.
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