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Corona: Virusvarianten-Alphabet der WHO

© CC0 / v-3-5-N-a / pixabayLatexhandschuhe (Symbolbild)
Latexhandschuhe (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.06.2021
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Varianten von Sars-Cov-2 werden lesefreundlicher. Aus der britischen Variante „B.1.17“ wird einfach: Alpha. Für andere Varianten kommen weitere Buchstaben des griechischen Alphabets zum Einsatz. Aber was unterscheidet überhaupt eine „besorgniserregende“ Variante von einer „interessanten“? Und wie werden die Viren nach Gefährlichkeit eingestuft?
Bislang wurden man die besorgniserregenden Varianten aus Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Indien wie folgt abgekürzt: B.1.17, B.1351, P.1 und B.1.617.2. Mit solchen Abkürzungen können Wissenschaftler zwar viel anfangen, weil sie daran die Evolution einer Variante zurückverfolgen können. Aber bei der medialen Berichterstattung sind solche Kürzel eher abschreckend.
Deswegen haben Experten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den besorgniserregenden Varianten nun auch eingängigere Bezeichnungen zugeordnet, die sich am griechischen Alphabet orientieren. Die britische Variante heißt nun Alpha, die südafrikanische Beta, die brasilianische Gamma und die indische Delta. Auf dieselbe Weise hat die WHO auch „interessante“ Varianten benannt. Diesen sind aktuell die Buchstaben Epsilon bis Kappa zugeordnet.

Klassifikation: Was heißt überhaupt besorgniserregend?

Viren mutieren laufend, es entstehen jeden Tag neue Varianten. Die meisten fallen erst gar nicht auf. Wird eine Variante vermehrt nachgewiesen und besteht der Verdacht, dass sie gegenüber früheren Formen ansteckender sein könnte, wird die Variante von da an von der Forschungsgemeinde überwacht (Engl.: Variant under monitoring).
Verfügt eine Variante über eine oder mehrere Mutationen, die das Virus bekanntermaßen ansteckender machen und tritt es auch gehäuft auf, so wird die Variante als eine „interessante Variante“ geführt (Engl: variant of interest). Erst wenn es Daten gibt, die auf stark erhöhte Übertragung, deutlich schwerere Erkrankungsverläufe und/oder ein Nachlassen der Wirksamkeit von Impfstoffen und anderen Therapien hinweisen, wird von einer „besorgniserregenden Variante“ gesprochen (Engl.: variant of concern).

Das „schlimmsmögliche Virus“ bleibt bislang aus

Den schlimmsten Fall stellt aber eine „Variante mit schwerwiegenden Folgen“ dar (Engl.: variant of high consequence): Die Wirkung der Vorbeugungs- oder Behandlungsmaßnahmen lässt hier stark nach im Vergleich zu anderen Varianten des Virus. Konkret kann das bedeuten, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe deutlich sinkt, gängige Therapien versagen, bei der Diagnose Probleme auftreten. Auch sind viel schwerere Verlaufsformen vorstellbar sowie ein höherer an Menschen, die in Krankenhäuser eingeliefert werden müssen. Derzeit gibt es keine solche Variante des Virus Sars-Cov-2.
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