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Weltnichtrauchertag: Aufhören in zehn einfachen Schritten

© CC0 / Pixabay / ID14398Rauchverbot (Symbolbild)
Rauchverbot (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.05.2021
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Weltweit will nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als jeder Dritte der 1,3 Milliarden Tabaknutzer aufhören. In Deutschland sind die geschätzt 17 Millionen Tabaknutzer überwiegend Raucherinnen und Raucher. Am Weltnichtrauchertag, der am 31. Mai begangen wird, präsentiert SNA einige Tipps für Rauchausstieg.
„Toleranz kann man von den Rauchern lernen. Noch nie hat sich ein Raucher über einen Nichtraucher beschwert“, sagte einst Sandro Pertini, ein italienischer Politiker. Die Zeiten haben sich aber verändert. Manchmal meckern die Nikotingenießer, dass sie nun weniger Platz im öffentlichen Raum haben, um zu qualmen. Es gibt aber auch Raucher, die sich wegen ihrer Abhängigkeit beschweren und träumen, sich aus den Stricken des Nikotins freizumachen. Hier sind nun einige Tipps, die auf dem Weg zur Befreiung vom "Glimmstengel" behilflich sein könnten.

Schritt 1. Richtige Motivation finden

Eine Motivation ist sehr wichtig. Nichts lässt Sie mit dem Rauchen aufhören, wenn Sie danach nicht selbst streben. Vielleicht möchten Sie Ihre Liebsten vor den Folgen des passiven Rauchens schützen? Oder haben Sie einen Wunsch, Risiken für die Entstehung des Lungenkrebses und der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren? Vielleicht möchten Sie Ihre Zähne in Ordnung bringen? Oder jünger aussehen? Wie dem auch sei, Sie machen es in erster Linie für sich und Ihre eigene Gesundheit!

Schritt 2. Termin festlegen

Wählen Sie ein Datum in Ihrem Kalender, an dem Sie den Zigaretten Adieu sagen. Versprechen Sie sich selbst sowie Ihren Familienmitgliedern und dem Freundeskreis, dass Sie an diesem Tag mit den Tabakwaren aufhören.

Schritt 3. Belohnung für das Durchhaltevermögen

Finden Sie für sich eine Belohnung für Ihr Durchhaltevermögen! Es gibt spezielle Apps, die berechnen, wie viel Geld Sie dank dem Rauchstopp gewonnen haben. Geben Sie etwas von dem Geld dafür aus, um Ihre Stimmung aufzuhellen. Nur bitte auf gar keinen Fall sich als Belohnung einen „Tag des Rauchens“ gönnen. Solch eine Methode wird Ihren Nikotinkampf nur verlangsamen, meinen die Experte der Gesundheitsbehörden.
Züge der Deutschen Bahn (Archivbild) - SNA, 1920, 12.02.2021
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Schritt 4. Methoden für Nichtrauchen bestimmen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie können eine für Sie passende Methode auswählen oder sogar mehrere kombinieren:
Hören Sie komplett mit den Zigaretten am Rauchstopp-Tag auf.
Reduzieren Sie die Anzahl der gerauchten Zigaretten, bis sie Null erreicht.
Rauchen Sie nur einen Teil jeder Zigarette und reduzieren Sie allmählich die Anzahl der Züge und der Zigaretten selbst.

Schritt 5. Profi-Unterstützung finden

Bei der Rauchentwöhnung können Entzugserscheinungen vorkommen, so die Experte des Portals "Rauchfrei-info". Darunter vorzufinden seien starkes Rauchverlangen, Nervosität, Aggressivität, Schlafstörungen, gesteigerter Appetit und schlechte oder depressive Stimmung. Ihr Apotheker oder Arzt kann Sie bezüglich Nikotinpräparaten wie zum Beispiel bestimmte Pflaster oder Kaugummi beraten. Darüber hinaus gibt es mehrere Möglichkeiten für Online- oder telefonische Beratung. Eine Übersicht der Beratungstelefone in Deutschland, Österreich und in der Schweiz ist auf der Seite des Deutschen Krebsforschungszentrums zu finden.

Schritt 6. Sich richtig entspannen

Einer der Gründe, warum Menschen rauchen, ist der Effekt, dass sie mit Nikotin besser entspannen. Dafür gibt es Alternativen: Hören Sie angenehme Musik, chatten Sie mit Freunden, sehen Sie sich einen neuen Film an oder verwöhnen Sie sich mit einer Massage. Zeichnen, Stricken oder Origami kann einigen auch gut helfen. Dabei ist aber wichtig, die Hobbys zu vermeiden, die in Ihrem frühen "Raucherleben" mit Zigaretten verbunden waren.

Schritt 7. Clever knabbern

Es ist nützlich, einige gute Snacks an Ihrem Arbeitsplatz oder bei sich zu haben. Das können Früchte, Gemüse, Nüsse oder zuckerfreie Kaugummis sein, empfiehlt das Portal Pflegen-online. Wenn Sie plötzlich den Wunsch haben, wieder eine zu qualmen, können Sie zum Beispiel versuchen, die psychologische Spannung durch den Verzehr von Nüssen zu beseitigen.
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Schritt 8. Körperliche Aktivitäten nicht vergessen

Bewegung schüttet Glückshormone aus, behaupten die Experten, außerdem lenkt sie vom Rauchen ab. Wenn Ihre Hände also nach einer Zigarettenpackung greifen wollen, machen Sie ein paar Sportübungen, machen Sie einen Spaziergang mit Ihrem Hund oder räumen Sie Ihre Wohnung auf.

Schritt 9. Tabakwaren vermeiden

Schmeißen Sie Zigaretten, Feuerzeuge, Aschenbecher, E-Zigaretten und andere Produkte weg, die mit Tabak etwas zu tun haben mögen. Also, aus den Augen, aus dem Sinn.

Schritt 10. Alkohol vermeiden

Vermeiden Sie, Alkohol zu trinken. Beim Trinken wird es schwieriger, nicht zu rauchen. Wenn Sie normalerweise rauchen, nachdem Sie erst aufgewacht sind oder zum Beispiel direkt nach dem Essen, versuchen Sie, etwas anderes zu tun. Allmählich wird eine Angewohnheit durch eine andere ersetzt.
Nach Angaben der WHO gibt es heutzutage auf der Welt rund 1,3 Milliarden Tabaknutzer. Mehr als jeder Dritte will demnach aufhören. Die meisten Tabaknutzerinnen und -nutzer werden in China gezählt, rund 306 Millionen. Deutschland hat in dieser Liste den 12. Platz genommen, rund 17 Millionen. In Deutschland raucht etwa jeder vierte erwachsene Mensch. Das folgt aus dem „Tabakatlas Deutschland 2020“, das vom Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlicht wurde. Außerdem raucht fast jeder fünfte junge Mensch im Alter von 15 bis 24 Jahren – deutlich mehr junge Männer als junge Frauen. Der Anteil der Rauchenden unter Jugend­lichen sinkt seit Jahren, er liegt aktuell bei sechs Prozent der Jungen und 5,2 Prozent der Mädchen, heißt es.
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