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Umweltbundesamt fordert deutliche Reduzierung von Stickstoffausstoß

© CC0 / S. Herrmann & F. RIchterUmweltschädliche Energie (Symbolbild)
Umweltschädliche Energie (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.05.2021
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Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine nationale Obergrenze für den Stickstoffausstoß vorgeschlagen. So sollen ab 2030 insgesamt nicht mehr als eine Million Tonnen Stickstoff pro Jahr in die Umwelt gelangen, wie das UBA am Montag anlässlich einer Internationalen Stickstoff-Fachkonferenz erklärte.
Nur so könnte das Land die bereits bestehenden Schutzziele für Gewässer, Landökosysteme und die menschliche Gesundheit erreichen. Derzeit liegt der jährliche Stickstoffausstoß bei 1,5 Millionen Tonnen im Jahr. Das heißt, dass die jährlichen Emissionen um rund 0,5 Millionen Tonnen auf maximal eine Millionen Tonnen sinken müssten.
„Das ist schaffbar - wenn wir die bereits geltenden Regeln zur Luftreinhaltung, zum Klimaschutz und das Düngerecht endlich auch in der Praxis an allen Stellen einhalten“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den UBA-Präsidenten Dirk Messner.
Aber auch dann sei nur eine erste Etappe erreicht. Um einen flächendeckenden guten Umweltzustand in Deutschland zu erreichen, brauche es weitere Anstrengungen zur Stickstoffminderung - nämlich Schutzziele für Wasser, Boden, Luft, Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Zu große Mengen Stickstoffdioxid führten beispielsweise zu potenziell gesundheitsschädlicher Luft- und Grundwasserverschmutzung.
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Für Aufregung sorgten in den vergangenen Jahren etwa zu hohe Stickstoffdioxid-Werte in deutschen Städten. Ein Grund waren Diesel-Abgase. Die Folge waren unter anderem Fahrverbote. Die Situation hat sich aber deutlich gebessert.
Auch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich für stärkere Anstrengungen ausgesprochen, um die Belastung mit Stickstoffen zu verringern. Die Ministerin bezeichnete Stickstoffemissionen als eines der großen globalen Umweltprobleme.
Stickstoff sei lebenswichtig für Pflanzen, Tiere und Menschen - aber zu viel „reaktiver“ Stickstoff habe gravierende negative Folgen. Schulze nannte Artenschwund in Gebieten mit zu viel Nährstoffanreicherung, sogenannte Todeszonen in überdüngten Meeren sowie steigende Trinkwasserpreise, weil die Entfernung des Nitrats kostenintensiv sei. Zu viel Stickstoff führe zu „ökologischen, ökonomischen und sozialen Verwerfungen“, sagte sie auf der Konferenz am Montag.
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