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Schweizer Holocaust-Mahnmal: An die Vergangenheit erinnern und in die Zukunft schauen

© SNA / B. FischmanKZ-Häftlinge jüdischer Herkunft im Vernichtungslager Auschwitz
KZ-Häftlinge jüdischer Herkunft im Vernichtungslager Auschwitz - SNA, 1920, 31.05.2021
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Mehrere Organisationen und Schweizer Prominente und Politiker haben am vergangenen Dienstag ein Konzept für das erste Mahnmal gegen den Holocaust in der Schweiz beim Bundesrat eingereicht. Eine Dauerausstellung in Bern soll die Menschen stets an die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg erinnern.
Bereits im Januar entfachte in der Schweiz eine Debatte um die Errichtung eines Schweizer Mahnmals, welches den Opfern der NS-Zeit gedenke. Das Denkmal soll die Menschen an die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg erinnern. Am vergangenen Dienstag reichten die Initianten aus sämtlichen Organisationen und namentlichen Personen ein Konzept zur Errichtung eines solchen Memorials ein. Zuvor haben die Politiker Daniel Jositsch (SP) aus dem Ständerat und Alfred Heer (SVP) aus dem Nationalrat einen Antrag eingereicht, welcher vom Bundesrat forderte, „einen offiziellen Schweizer Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus zu schaffen“. Die Auslandsschweizer Organisation (ASO) berichtete am 23. März über diesen Antrag.

Dauer- und Wechselausstellungen

Bisherige Pläne fordern, dass die Gedenkstätte in Bern errichtet werden soll. Bestandteil des Mahnmales soll eine historische Dauerausstellung über die mehrere hundert Schweizer Bürgerinnen und Bürger sein, welche in Konzentrationslagern gestorben sind. Außerdem sollen Wechselausstellungen sich mit Themen wie Diskriminierungen, Antisemitismus und Menschenrechte auseinandersetzen.
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Unterstützer: Organisationen, Politiker und Prominente

Hinter dem Projekt des Mahnmales stehen insgesamt über 50 Organisationen und 150 Prominente und Politiker. Dazu gehören die Auslandsschweizer Organisation (ASO), Vertreter des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes und der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft. Zu den namenhaften Vertretern gehören beispielsweise Vera Rottenberg, ehemalige Schweizer Bundesrichterin, Alt-Nationalrat der Sozialdemokratischen Partei (SP) Remo Gysin und der italienische Liedersänger Pippo Pollina. Insgesamt unterzeichneten mehr als 100 Mitglieder des Nationalrats den Antrag, schreibt die Schweizer online-Plattform „Audiatur“, welche sich auf Berichterstattung über Israel fokussiert.
Bisher seien konkrete Informationen zum Projekt unbekannt. Es soll sich beim Denkmal um ein künstlerisch umgesetztes Projekt handeln, vermutlich wird auch ein Kunst- und Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden. Ein neues Museum hingegen müsste nicht errichtet werden – laut dem Schweizer Nachrichtenportal „Swissinfo“ genüge eine Kooperation mit einer bereits bestehenden Institution.

Ein Ort des Gedenkens, der Vernetzung und des Vermittelns

Es soll über die Opfer der Schweiz aufgeklärt werden, gedenkt werde jedoch allen Opfern des Nationalsozialismus, erklärt Remo Gysin, Präsident der ASO. Das Projekt soll zudem nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch in die Zukunft schauen, fügt er hinzu. Auf ihrer Website schreibt die ASO:
„In Bern soll ein Ort des Gedenkens, der Vernetzung und des Vermittelns entstehen. Diese neue und einzigartige Verbindung von Erinnerung und Vermittlung zielt besonders auch auf die nächsten Generationen ab.“
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