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Nord-Nigeria: Bewaffnete entführen mehr als 150 Kinder aus der Schule für Lösegeld

© AFP 2021 / Kola SulaimonEltern der im April im Bundestaat Kaduna entführten Studenten halten Plakate während einer Demonstration in Abuja am 4. Mai 2021
Eltern der im April im Bundestaat Kaduna entführten Studenten halten Plakate während einer Demonstration in Abuja am 4. Mai 2021 - SNA, 1920, 31.05.2021
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Eine bewaffnete Bande hat Schüler aus einer islamischen Schule im nord-zentralen nigerianischen Bundesstaat Niger verschleppt. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf lokale Polizei und Landesregierung.
Ein Sprecher der nigerianischen Staatspolizei teilte in einer Erklärung mit, dass bewaffnete Männer auf Motorrädern die Stadt Tegina im Rafi-Regierungsbezirk des Staates am Sonntag gegen 15:00 Uhr Ortszeit (14:00 GMT) attackiert hätten. Die Bewaffneten „schossen wahllos“ und entführten eine „noch zu ermittelnde Zahl von Kindern“ in der Salihu Tanko Islamic School.
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Der Besitzer der Schule, Abubakar Tegina, der Reuters-Informationen zufolge der Zeuge des Angriffs war, sprach von „mehr als 150“ Entführten von insgesamt 300 Schülern zwischen sieben und 15 Jahren. Ein Vertreter der Schule, der namentlich nicht genannt werden wollte, ging gegenüber der Nachrichtenagentur „AFP“ von etwa „100 Schülern“ aus. Laut Polizei könnten die Entführer bis zu 200 Kinder in ihre Gewalt gebracht haben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Auch nigerianische Medien sprachen von bis 200 gekidnappten Schüler.
Etwa elf Kinder seien zudem von den Bewaffneten freigelassen worden, weil sie „zu klein waren und nicht laufen konnten“, informierte eine Sprecherin des staatlichen Ministerpräsidenten. Eine Person soll bei dem Angriff erschossen und eine zweite Person schwer verletzt worden sein, sagte die Sprecherin des Ministerpräsidenten. Nach ihren Angaben wurde auch eine Gruppe von Buspassagieren entführt.
Am 20. April hatten bewaffnete Männer, die vor Ort als „Banditen“ bekannt sind, der Nachrichtenagentur „Al Jazeera“ zufolge die Greenfield University im Bundestaat Kaduna im Nordwesten Nigerias attackiert, etwa 20 Studenten entführt und dabei einen Mitarbeiter getötet. Fünf Studenten wurden einige Tage später hingerichtet, um die Familien und die Regierung zur Zahlung eines Lösegelds zu zwingen. 14 Studenten wurden am Samstag nun freigelassen. Lokale Medien berichteten, die Familien hatten ein Lösegeld in Höhe von 180 Millionen Naira (umgerechnet 440.000 US-Dollar) für die Freilassung gezahlt.
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