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Tödliche Messerattacke von Dresden: Bundesgerichtshof überprüft Urteil

© AFP 2021 / POOL / SEBASTIAN KAHNERTAbdullah A. während des Gerichtsprozesses in Dresden, 12. April 2021
Abdullah A. während des Gerichtsprozesses in Dresden, 12. April 2021 - SNA, 1920, 31.05.2021
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Das Urteil im Fall der tödlichen Messerattacke in Dresden auf ein homosexuelles Paar aus Nordrhein-Westfalen wird vom Bundesgerichtshof (BGH) überprüft, teilte das Oberlandesgericht Dresden (OLG) am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Verteidigung hat demzufolge fristgemäß Revision eingelegt. Der Dresdner Rechtsanwalt Peter Hollstein sagte der DPA, er wolle sich mit der schriftlichen Begründung auseinandersetzen. Hollstein hatte im Prozess gegen seinen Mandanten auf die Anwendung des Jugendstrafrechts plädiert, weil dieser zur Tatzeit rechtlich gesehen noch heranwachsend war.
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Der 21-jährige Syrer Abdullah A. war 2015 als minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Wegen Propaganda für das Terrornetzwerk „Islamischer Staat“* (IS) hatte ihn das OLG 2018 zu einer Jugendstrafe verurteilt, die nach Attacken auf Vollzugsbeamte verschärft wurde. Ende September 2020 wurde er unter strengen Auflagen entlassen.
Am 4. Oktober 2020 hat der Täter die Männer nach Überzeugung des Gerichts aus radikal-islamistischer Gesinnung in der Altstadt von hinten niedergestochen, als Repräsentanten einer von ihm abgelehnten freiheitlich demokratischen Gesellschaft. Ein 55-Jähriger starb, sein Lebenspartner überlebte nur knapp.
Zunächst konnte A. unerkannt entkommen. Nach knapp drei Wochen wurde er anhand einer DNA-Spur identifiziert und in der Innenstadt gefasst – in seinem Rucksack befand sich ein Schinkenmesser.
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Der 21-Jährige hatte im Prozess geschwiegen, einem Gutachter gegenüber die Tat und seine Motive jedoch ausführlich geschildert. Der Senat war mit dem Urteil dem Antrag der Bundesanwaltschaft gefolgt.
*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten
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