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China verzichtet auf strikte Geburtenpolitik: Bis zu drei Kinder erlaubt – Medien

© REUTERS / Aly SongSchüler in Shanghai (Symbolbild)
Schüler in Shanghai (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.05.2021
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In China soll es den Paaren künftig erlaubt sein, bis zu drei Kinder zu haben. Dies hat die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag nach einer Sitzung des Politbüros unter Vorsitz von Präsident Xi Jinping berichtet.
Demnach ging es auf der Sitzung darum, politische Maßnahmen zur Bekämpfung der zunehmenden Bevölkerungsalterung sowie zur Förderung eines langfristig ausgewogenen Bevölkerungswachstums zu ergreifen.
Erst 2016 hatte China die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik abgeschafft. Seither wird offiziell eine Zwei-Kinder-Politik vertreten. Nun würden die Behörden die Paare unterstützen, die ein drittes Kind haben möchten, hieß es. Der Kurswechsel solle mit „unterstützenden Maßnahmen einhergehen, die zur Verbesserung der Bevölkerungsstruktur unseres Landes beitragen“. Auch soll das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben werden. Details dazu wurden jedoch nicht genannt.
Viele Nutzer der sozialen Netzwerke reagierten skeptisch auf das Vorhaben. Sie verwiesen auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten in den Städten, weshalb viele Paare auf Kinder ganz verzichten würden. „Ich bin bereit, drei Kinder zu haben, wenn Sie mir 5 Millionen Yuan (etwa 645.000 Euro) geben“, schrieb ein Nutzer auf dem Kurznachrichtendienst Weibo.
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Die jüngst veröffentlichte Volkszählung zeigte, dass die Einwohnerzahl im vergangenen Jahrzehnt nur noch um 5,38 Prozent auf 1,41 Milliarden zulegte und damit so langsam wie seit den 1950er Jahren nicht mehr war. Grund dafür ist die sinkende Geburtenrate: Statistisch bekommt eine Frau 1,3 Kinder. Zugleich steigt das Durchschnittsalter der Gesellschaft immer stärker. China liegt damit auf dem Niveau von alternden Gesellschaften wie in den Industrieländern Japan und Italien. Sollte der Trend anhalten, dürfte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ein Bevölkerungsrückgang bevorstehen.
Chinas Zentralbank hat in den letzten Jahren wiederholt auf die demografischen Veränderungen hingewiesen. Diese könnten zu wirtschaftlicher Stagnation, sinkender Sparquote und fallenden Vermögenspreisen führen, während das derzeitige Pensionssystem schlecht auf den Alterungsprozess vorbereitet sei, hieß es.
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