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Fusion: Chinesische „künstliche Sonne“ stellt neuen Weltrekord auf

Anlage EAST Tokamak - SNA, 1920, 31.05.2021
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Über 100 Sekunden lang 120 Millionen Grad Celsius – das ist der neue Rekord, den China mit Fusionskraft aufgestellt hat. Damit ist die Fusionsforschung einen weiteren Schritt näher an einem stabilen Plasma, das die Nutzung von Fusionsenergie ermöglicht.
Die chinesische „künstliche Sonne“ hat einen neuen Rekord auf dem Weg zur Fusionskraft aufgestellt: Insgesamt 101 Sekunden lang konnte ein Plasma mit einer Temperatur von 120 Millionen Grad Celsius aufrechterhalten werden. Außerdem erzeugten die Forscher in einem weiteren Experiment für 20 Sekunden ein Plasma mit einer Temperatur von 160 Millionen Grad Celsius. Darüber hat am Freitag die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.
Fusionskraftwerke ahmen Prozesse nach, die im Inneren der Sonne ablaufen: Wasserstoff-Isotope werden dort mit Magnetfeldern so stark beschleunigt, dass ein Teilchengemisch entsteht, das als Plasma bezeichnet wird. „Plasma“ nennt man den vierten Zustand von Stoffen, nach fest, flüssig und gasförmig. Die Bestandteile des Plasmas verschmelzen dann zum Edelgas Helium, wobei die eigentliche Fusionsenergie frei wird.
Der „experimentelle fortgeschrittene supraleitende Tokamak“ (EAST), wie der Reaktor eigentlich heißt, ist einer von mehreren wichtigen Fusions-Forschungsreaktoren auf der Welt. China führt dort Experimente durch, die Erkenntnisse für den im Bau befindlichen internationalen Fusionsreaktor (Iter) im Süden Frankreichs liefern sollen. An dem Riesenprojekt Iter sind mehrere EU-Staaten, China, Russland, Indien, Großbritannien und die USA beteiligt. Dort wird, das hoffen zumindest die Forscher, ein stabiles Plasma erzeugt werden, womit der Weg zur Nutzung von Fusionsenergie frei werden würde.
Der EAST hatte bereits 2018 zum ersten Mal eine Temperatur von 100 Millionen Grad Celsius erreicht. Eine Temperatur von 150 Millionen Grad Celsius hatte er zuvor zehn Sekunden lang halten können.
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