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Materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr nimmt allmählich zu – Hubschrauber aber Sorgenkinder

© AFP 2021 / Ronny HartmannEin NH90-Militärhubschrauber der Bundeswehr
Ein NH90-Militärhubschrauber der Bundeswehr - SNA, 1920, 31.05.2021
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Die Bundeswehr hat in den letzten sechs Monaten die Einsatzbereitschaft ihrer wichtigsten Großgeräte auf 76 Prozent erhöht. Dies folgt aus einem aktuellen Bericht, der am Montag auf der Webseite des Ministeriums der Verteidigung erschien.
Damit stieg diese von 74 Prozent um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr an. 71 Hauptwaffensysteme der Bundeswehr wurden dabei in Betracht genommen, darunter auch drei neue Maschinen – der Airbus A350, der Brückenlegepanzer Leguan und der leichte Unterstützungshubschrauber H145 LUH SAR. Auf Initiative der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird die durchschnittliche Einsatzbereitschaft der Bundeswehr seit Oktober 2020 regelmäßig geprüft. Die Ministerin setzte eine Mindestquote von 70 Prozent.
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Diese Hürde übertrafen laut dem Bericht 44 Hauptwaffensysteme, elf lagen unter 50 Prozent, sieben davon – Altsysteme. Unterstützungsfahrzeuge (80 Prozent), Kampfeinheiten der Marine (75 Prozent) und Kampffahrzeuge (71 Prozent) sollen dem Bericht zufolge am besten einsatzbereit sein, wobei der Zustand der Kampf- und Transportflugzeuge mit 64 Prozent mittlerweile unbefriedigend ist.
„Vereinzelt positive Tendenzen" seien bei Hubschraubern zwar zu erkennen, aber diese wiesen immer noch lediglich über 40 Prozent der Einsatzbereitschaft auf. „Bei den alten Hubschraubern gelingt nur noch unter großen Anstrengungen ein operativer Flugbetrieb. Eine Neubeschaffung der Folgemuster ist zwingend erforderlich“, heißt es im Text.
„Allerdings ist ein Drittel der Systeme nach wie vor durch sprunghafte Verläufe, hohe Streuung und vor allem durch einen zu geringen verfügbaren Bestand gekennzeichnet“, so der Bericht. Dies beziehe sich sowohl auf die „alten“ zukünftig auszusondernden Systeme, wie etwa Sea King und Sea Lynx, als auch auf die neuen Waffensysteme wie A400M, NH90 NTH Sea Lion.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen 2020 rund 16,8 Milliarden Euro in Rüstungsgüter investiert worden sein. Davon wurde die Hälfte für die Beschaffung neuer Maschinen ausgegeben. Zwischen 2017 und 2021 summieren sich die Rüstungsinvestitionen auf 46,7 Milliarden Euro. Der Bundestag beschloss 2020 weitere Rüstungsausgaben mit einem Gesamtvolumen von 27,3 Milliarden Euro.
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