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Corona-Impfstoffe offenbar geringfügig schwächer wirksam für Frauen als für Männer

© SNA / Alessandro Rota / Zur BilddatenbankFrau wird gegen Coronavirus geimpft (Archiv)
Frau wird gegen Coronavirus geimpft (Archiv) - SNA, 1920, 31.05.2021
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Sabra Klein, US-Mikrobiologin, Professorin für Molekulare Mikrobiologie und Immunologie an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, hat gegenüber der Nachrichtenseite Business Insider die unterschiedlichen Auswirkungen der Impfung gegen Coronavirus auf Frauen und Männer kommentiert.
Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) des US-Gesundheitsministeriums wurden zum Stand am 30. April 101 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten vollständig gegen Covid-19 geimpft. Insgesamt wurden 10.262 Durchbruchsinfektionen gemeldet, die meisten (63 Prozent) unter Frauen.
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Die bei der klinischen Prüfung erhobenen Daten weisen darauf hin, dass Impfstoffe etwas weniger effektiv bei weiblichen als bei männlichen Patienten sind. Die Wirksamkeitsraten des Pfizer-Vakzins sind laut einer Studie 96,4 Prozent für Männer und 93,7 Prozent für Frauen, bei Modernas Präparat betragen diese Werte 95,4 beziehungsweise 93,1 Prozent.
Die Ergebnisse seien „ein bisschen verwirrend“, sagte Klein gegenüber dem Portal laut dem am Samstag veröffentlichten Artikel. Denn Impfstoffe lösen eine stärkere Immunantwort bei Frauen als bei Männern aus, was eigentlich zu einem besseren Schutz führe und möglicherweise mit einem höheren Östrogenspiegel bei Frauen zusammenhänge.
Die Forscherin vermutete, Corona-Impfungen könnten bei Frauen weniger effektiv gegen Infektions-Varianten sein als bei Männern. Außerdem seien bisher mehr Frauen als Männer immunisiert worden. Frauen seien also mehr geneigt, sich bei Symptomen testen zu lassen, und stellen auch die Mehrheit der Beschäftigten im Gesundheitswesen dar, die regelmäßig auf Corona getestet würden.
„Es wird sich also möglicherweise herausstellen, dass die Impfstoffe schließlich nicht weniger effektiv für Frauen sind“, schreibt das Portal.
Der Mikrobiologin zufolge werden in klinischen Studien unterschiedliche Reaktionen bei Frauen und bei Männern auf Medikamente nicht ausreichend recherchiert. Auch die Dosierung wird für Patientinnen selten angepasst. Als Ergebnis sind Frauen laut einer Studie der University of California fast doppelt so anfällig für negative Nebenwirkungen bei Arzneimitteln oder Impfstoffen.
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Die geschlechtsbedingten Unterschiede sollen schnell untersucht werden, forderte Klein. Denn weitere Durchbruchsinfektionen könnten die Pandemie verlängern. Darüber hinaus könnte die Impfkampagne an Vertrauen der Bevölkerung verlieren.
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