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Bundesverband fordert Öffnung der Bordelle und Impfkonzept für Prostituierte

© AFP 2021 / ODD ANDERSENEingangstür eines Bordells in Berlin
Eingangstür eines Bordells in Berlin - SNA, 1920, 31.05.2021
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Im Vorfeld des Internationalen Hurentages, der am 2. Juni begangen wird, fordern Deutschlands Prostituierte Gleichberechtigung bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen und beim Impfen.
Während die Bundesländer über erste Öffnungsschritte nach dem langen Lockdown nachdenken, haben Deutschlands Sexarbeiterinnen die Befürchtung, trotz umfassender Hygiene- und Testkonzepte wieder ausgeschlossen zu werden. Der Bundesverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) fordert Gleichbehandlung mit anderen körpernahen Dienstleistungen: Zulassung von Sexarbeit und Öffnung von Prostitutionsstätten. Es dürfe keine Wiederholung der Situation des vergangenen Sommers geben, als im Juli Saunen, Massagesalons und Hotels wieder öffneten und selbst größere Veranstaltungen wieder erlaubt waren, die Prostitutionsstätten jedoch geschlossen blieben, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands.
Zu begrüßen sei, dass die Sexarbeiterinnen in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wieder arbeiten dürften, in Berlin die Öffnung der Bordelle im Stufenplan vorgesehen sei und in einigen anderen Ländern zumindest im Konzept stehe. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur kommentierte Johanna Weber, Sprecherin des Verbands:
„Das fühlt sich erstmal gut an, dass es Bundesländer gibt, die uns mit reinnehmen in die Öffnungspläne. Die Freude darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ebenso Bundesländer gibt, die unverrückbar bei einer Schließung bleiben.“
Ein Neustart für die Branche sei beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen, Hamburg und Bayern noch nicht absehbar. Sie wüssten immer noch nicht, wann sie wieder arbeiten dürften, sagte Hanna von der Hamburger Gruppierung „Sexy Aufstand Reeperbahn“ der DPA. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir uns 2020 mit einem guten Konzept bewiesen hatten. Aber im Moment sieht es so aus, als ob es wieder einer der letzten Öffnungsschritte wird. Da sind wir sehr enttäuscht von der Politik. Wo bleibt denn da die Weltoffenheit, Hamburg?“
Der Lockdown habe viele Prostituierte in Existenznöte und teilweise in die Illegalität getrieben, viele seien durchs Raster gefallen, weil sie keinen festen Wohnsitz hätten, so Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen. Ohne festen Wohnsitz werde man beim Impfen weitgehend übergangen. Auf der anderen Seite steige die Zahl derer, die trotz Verbots arbeiten würden. Der Verband fordere daher ein Impfkonzept, das die betroffenen Sexarbeiterinnen einschließe. Wie das funktionieren könne, zeige Berlin, wo es Impftage in den Beratungsstellen für Prostituierte gebe.
Prostituirte in Berlin - SNA, 1920, 08.04.2021
Öffnet die Bordelle! - Prostituiertenverein reicht Petition im Hessischen Landtag ein
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