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„Falls Mali in islamistische Richtung geht“: Macron droht mit Truppenabzug

Soldaten in Mali - SNA, 1920, 30.05.2021
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die jüngsten Entwicklungen in Mali abgewogen und versprochen, die französischen Truppen aus dem umkämpften westafrikanischen Staat abzuziehen, wenn er Schritte in Richtung des radikalen Islamismus unternimmt, berichtet die Zeitung „Le Journal du Dimanche“ am Sonntag.
Letzte Woche auf einer Reise nach Ruanda und Südafrika soll Macron unterstrichen haben, dass er die Staats- und Regierungschefs im Westen des Kontinents gewarnt habe, dass Frankreich keine Regierung unterstützen dürfte, die keine demokratische Legitimität mehr habe. „Radikaler Islamismus in Mali mit unseren Soldaten dort – auf keinen Fall!“, zitiert die Zeitung Macrons Aussage gegenüber dem malischen Präsidenten Bah N'Daw.
„Heute ist diese Versuchung in Mali präsent. Aber wenn es in diese Richtung geht, ziehe ich mich zurück. Ich blieb auf Wunsch der Länder, weil ich dachte, dass der Abzug ein destabilisierender Faktor sein würde. Aber die Frage ist aufgeworfen, und wir sind nicht dazu bestimmt, für immer dort zu bleiben“, fügte Macron hinzu.
Zuvor hat Macron die Ereignisse in Mali als „Putsch innerhalb eines Putsches“ bezeichnet.
Der instabile Krisenstaat wird seit Jahren von islamistischen Terrorgruppen geplagt. 2013 schlug erst ein massiver französischer Militäreinsatz ihren Vormarsch auf die Hauptstadt Bamako zurück. Einige dieser Gruppen haben der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch Daesh, IS)* oder Al-Kaida die Treue geschworen. Immer wieder werden auch ausländische Staatsbürger entführt. Frankreich kämpft im riesigen Sahel-Gebiet mit rund 5100 Soldaten gegen Terrorgruppen. Zur Stabilisierung der Lage ist auch die Bundeswehr im Rahmen einer EU-Ausbildungsmission und einer UN-Friedensmission in dem Land im Einsatz.
Deutsche Soldaten in Mali (Archiv) - SNA, 1920, 22.04.2021
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* Terrororganisationen, in Russland und Deutschland verboten
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