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Russische Behörden genehmigen alternative Flugroute um Weißrussland

© SNA / Alexander WilfFlugzeug der Austrian Airlines (Archivbild)
Flugzeug der Austrian Airlines (Archivbild) - SNA, 1920, 28.05.2021
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Die „Austrian Airlines“ (AUA) könne nach den Flugabsagen wieder von Wien nach Moskau fliegen und dabei eine Route nutzen, die nicht über Belarus führt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Freitag unter Verweis auf die Fluggesellschaft.
Eine entsprechende Genehmigung habe die Lufthansa-Tochter von russischen Behörden für einen Hin- und einen Rückflug erhalten, wie die DPA mitteilt. Genehmigungen für weitere Flüge stünden noch aus. Am Donnerstag seien nach Angaben des Unternehmens jeweils ein Passagierflug der AUA nach Moskau und ein Frachtflug nach China wegen fehlender Genehmigungen abgesagt worden.
Auch die „Air France“ hat nach Angaben ihres Sprechers Flüge abgesagt, weil russische Stellen die Alternativrouten nicht genehmigten. Die „Lufthansa“-Kerngesellschaft musste einer Sprecherin zufolge bislang keine Flüge absagen, weil die Alternativrouten genehmigt worden seien. Ein Flug kann ohne eine derartige Genehmigung nicht stattfinden.
Zahlreiche Fluggesellschaften meiden derzeit auf Empfehlung der europäische Luftfahrtbehörde Easa den belarusischen Luftraum.
Sicherheitsdienste des Minsker Flughafens vor dem Ryanair-Flug, 23. Mai 2021 - SNA, 1920, 28.05.2021
Ryanair-Vorfall in Minsk: Kreml weist Vorwürfe gegen Russland zurück

Zwangslandung von Ryanair-Maschine in Minsk

Nach einer mutmaßlichen Bombendrohung an Bord einer Ryanair-Maschine, die am vergangenen Sonntag von Athen nach Vilnius flog, machte die Crew eine Wende nach Minsk. Belarusischen Menschenrechtlern zufolge war der Mitbegründer und Chefredakteur des regierungskritischen Telegram-Kanals „Nexta“, Roman Protassewitsch, an Bord.
Der Kanal gilt in Belarus offiziell als extremistisch. Der von der belarusischen Justiz per Haftbefehl gesuchte Protassewitsch wurde gleich nach der Landung festgenommen. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren. Die Justiz in Minsk wirft dem Oppositionellen unter anderem vor, „Massenunruhen organisiert zu haben“. Bei einem Schuldspruch drohen Protassewitsch bis zu 15 Jahre Haft.

EU stuft Zwangslandung als Provokation ein

Die EU stufte die Zwangslandung der „Ryanair“-Maschine als Provokation mit dem Ziel ein, den regierungskritischen Blogger zu fassen. Aus Protest gegen die Festnahme von Protassewitsch machte die EU ihren Luftraum für belarusische Airlines dicht und erwägt nun weitere Restriktionen gegen die Ex-Sowjetrepublik.

Minsk weist Anschuldigungen zurück

Belarus weist die Anschuldigungen vehement zurück. Der Pilot habe selber die Entscheidung getroffen, in Minsk zu landen, niemand habe ihn dazu gezwungen, sagte der Befehlshaber der belarusischen Luftwaffe und der Luftverteidigung, Igor Golub.
Inzwischen machte Minsk die Aufzeichnung von Gesprächen von Fluglotsen mit der Crew der irischen Maschine publik. Dem Außenamt in Minsk zufolge hat bislang kein einziger europäischer Staat den Wunsch bekundet, sich über ihren Inhalt zu informieren.
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