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Russische Polizisten schieben Reporter Drogen unter - und müssen ins Gefängnis

© SNA / Evgeny Biyatov / Zur BilddatenbankEnthüllungsjournalist Iwan Golunow
Enthüllungsjournalist Iwan Golunow  - SNA, 1920, 28.05.2021
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Weil sie dem bekannten Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow vor zwei Jahren Drogen untergeschoben haben, sind fünf ehemalige russische Polizisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie müssen Golunow zudem eine Entschädigung von umgerechnet 56.000 Euro zahlen. Der Reporter selbst zeigte sich mit dem Urteil zufrieden.
Ein Gericht in Moskau verurteilte die Männer am Freitag zu zwölf, acht beziehungsweise fünf Jahren Haft sowie zu insgesamt fünf Millionen Rubel (rund 56.000 Euro) Entschädigung.
Im Juni 2019 wurde Golunow unter dem Vorwurf des Drogenhandels festgenommen. Die Polizei veröffentlichte Fotos, die angeblich Rauschgift in seiner Wohnung zeigten. Sie musste aber später einräumen, dass die Bilder aus einem anderen Fall stammten. Außerdem wurden Golunow bei der Festnahme Drogen in seinen Rucksack gesteckt.
Der Fall hatte vor zwei Jahren in Russland und weltweit Schlagzeilen gemacht und massive Proteste ausgelöst. Der Druck der Öffentlichkeit wegen der gefälschten Beweise wurde letztlich so groß, dass Präsident Wladimir Putin zwei ranghohe Beamte der Moskauer Zentrale des russischen Innenministeriums aus dem Dienst entließ.
Golunow sagte, er sei mit dem Urteil gegen die Polizisten zufrieden, und dankte seinen Unterstützern.
„Ich habe Gerechtigkeit erzielt“, so der Reporter.
Er hoffe aber, dass auch die Drahtzieher des Verbrechens bestraft würden.
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