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Nach erzwungener Landung in Minsk: Litauen befragt fast alle Passagiere

© REUTERS / HANDOUTSicherheitsdienste des Minsker Flughafens vor dem Ryanair-Flug, 23. Mai 2021
Sicherheitsdienste des Minsker Flughafens vor dem Ryanair-Flug, 23. Mai 2021 - SNA, 1920, 28.05.2021
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Die litauischen Behörden haben bei ihren Ermittlungen zur erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk fast alle Menschen befragt, die an Bord waren.
Der Leiter der litauischen Kriminalpolizei, Rolandas Kiskis, teilte laut der Agentur BNS mit, die Besatzungsmitglieder und rund 90 Prozent der Passagiere seien angehört worden.
Noch nicht vollständig abgeschlossen sei die Untersuchung des Flugzeugs, das sich weiterhin am Flughafen von Vilnius befinde.
Litauen leitete Ermittlungen wegen Entführung eines Flugzeugs ein. Kiskis zufolge hat der Flughafen Vilnius eine Drohnachricht über eine angebliche Bombe an Bord des Flugzeugs erhalten. Wann genau diese eingegangen sei, werde noch überprüft. Die litauische Staatsanwaltschaft will wegen des Vorfalls ein gemeinsames Team mit polnischen Ermittlern bilden. Polens Justizminister Zbigniew Ziobro hatte bereits am Montag Ermittlungen angeordnet.

Ryanair-Vorfall in Minsk

Die belarussischen Behörden hatten am Sonntag eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in der Hauptstadt Minsk gebracht – angeblich wegen einer Bombendrohung. Nach EU-Angaben waren 171 Menschen an Bord, darunter Roman Protassewitsch, Gründer des Telegram-Accounts Nexta, der in Weißrussland als extremistisch eingestuft worden ist. Protassewitsch und seine Freundin wurden bei der Kontrolle ihrer Dokumente festgenommen. Gegen den Blogger wurde ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen der Organisation von Massenunruhen. Nun droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
Ryanair-Maschine, mit der der weißrussische Oppositionelle Roman Protassewitsch nach Litauen flog, landet in Vilnius. 23. Mai 2021 - SNA, 1920, 28.05.2021
Türkei blockiert Nato-Erklärung gegen Weißrussland – Medien
Das Vorgehen der weißrussischen Behörden löste im Westen massive Kritik aus. Die EU-Staaten haben diese Woche ein umfangreiches Sanktionspaket gegen die ehemalige Sowjetrepublik vereinbart. Unter anderem sollen Luftraum und Flughäfen der EU für belarussische Fluggesellschaften gesperrt werden.
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