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Kriegswaffen im Keller: Prozess gegen „Panther"-Besitzer beginnt in Kiel

CC BY-SA 2.0 / Falcon® Photography / Panzer VPanzer vom Typ Panther in einer Museumsausstellung (Archivbild)
Panzer vom Typ Panther in einer Museumsausstellung (Archivbild) - SNA, 1920, 28.05.2021
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Ein 40 Tonnen schwerer Wehrmachtspanzer, ein Flakgeschütz, ein Torpedo: Im Keller seiner Villa in einem Kieler Nobelvorort soll ein Norddeutscher unerlaubt mehrere Kriegswaffen gehortet haben. Nun muss sich der inzwischen 84-Jährige vor Gericht verantworten.
Im Sommer 2015 waren die Waffen an der Kieler Förde gefunden worden. Am Freitag begann der Prozess gegen den Bewohner des Hauses vor dem Kieler Landgericht, wie n-tv berichtet.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, unerlaubt im Besitz eines Panzers vom Typ „Panther“, eines Torpedos, eines Mörsers vom Kaliber fünf Zentimeter sowie einer Flugabwehrkanone vom Kaliber 8,8 Zentimeter gewesen zu sein. Zudem soll er Maschinen- und Sturmgewehre, halb- und vollautomatische Pistolen sowie mehr als 1000 Schuss Munition besessen haben.
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Das Gericht soll vor allem prüfen, ob alle gehorteten Waffen funktionsfähig waren. Davon geht die Staatsanwaltschaft aus. Sie klagt den Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und weitere waffenrechtliche Verstöße an, auf die zwischen einem und fünf Jahren Gefängnis stehen.
Laut Verteidiger Gerald Goecke handelt es sich um Museumsstücke, die „als Waffen nicht verwendbar“ seien und „es auch nicht sein sollten“. Auch die 7. große Strafkammer geht nach mehreren vom Gericht beauftragten Gutachten davon aus, dass es sich „nur bei der sichergestellten Flugabwehrkanone nach wie vor um eine Kriegswaffe handeln dürfte“.
Dem Anwalt zufolge wussten die „Ordnungsbehörden und alle Anwohner“ seit Jahren von der historischen Militärtechnik in dem Keller seines Mandanten. Anfang Juli wird das Urteil erwartet.
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