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Estland schließt Luftraum für belarussische Flugzeuge

© REUTERS / VALENTYN OGIRENKOFluggesellschaft Belavia
Fluggesellschaft Belavia  - SNA, 1920, 27.05.2021
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Nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk und der Festnahme des Bloggers Roman Protassewitsch hat Estland laut dem Pressedienst der Regierung seinen Luftraum für belarussische Fluggesellschaften gesperrt.
Die estnische Premierministerin Kaja Kallas betonte, dass das Vorgehen der Führung von Belarus eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit darstelle.
„Mit der Entführung eines Passagierflugzeugs, das von Athen nach Vilnius flog, und der Festnahme eines regierungskritischen Journalisten und seiner Freundin hat das belarussische Regime einen Akt von Staatsterrorismus begangen und muss die Verantwortung für diese Maßnahmen übernehmen“, so die Regierungschefin.
Sie fügte hinzu, dass sich die Europäische Union weiterhin auf die rasche Einführung zusätzlicher Sanktionen gegen belarussische Beamte und eng mit dem Regime verbundene Unternehmen vorbereite.

Ryanair-Vorfall in Minsk

Die belarussischen Behörden hatten am Sonntag eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in der Hauptstadt Minsk gebracht – angeblich wegen einer Bombendrohung. Nach EU-Angaben waren 171 Menschen an Bord, darunter Roman Protassewitsch, Gründer des Telegram-Accounts Nexta, der in Weißrussland als extremistisch eingestuft worden ist. Protassewitsch und seine Freundin wurden bei der Kontrolle ihrer Dokumente festgenommen. Gegen den Blogger wurde ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen der Organisation von Massenunruhen. Nun droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
Auf diesem Aktenfoto überprüft der belarussische Sicherheitsdienst das Gepäck der Ryanair Boeing 737-8AS (Flugnummer FR4978), die am 23. Mai 2021 auf dem Vorfeld des internationalen Flughafens Minsk in Minsk landete.  - SNA, 1920, 26.05.2021
Ryanair-Vorfall in Minsk nicht beispiellos? Bundesregierung äußert sich zu „schiefen“ Vergleichen
Das Vorgehen der weißrussischen Behörden löste im Westen massive Kritik aus. Die EU-Staaten haben diese Woche ein umfangreiches Sanktionspaket gegen die ehemalige Sowjetrepublik vereinbart. Unter anderem sollen Luftraum und Flughäfen der EU für belarussische Fluggesellschaften gesperrt werden.
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