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Deutsche Forscher finden möglichen Grund für Thrombosen nach Corona-Impfung

© AFP 2021 / JANEK SKARZYNSKIDoctor Agnieszka Szarowska impft Slawomir Butkiewicz, Mitglied des Rettungsteams, gegen das neuartige Coronavirus (Covid-19) am 27. Dezember 2020 in Warschau, Polen.
Doctor Agnieszka Szarowska impft Slawomir Butkiewicz, Mitglied des Rettungsteams, gegen das neuartige Coronavirus (Covid-19) am 27. Dezember 2020 in Warschau, Polen. - SNA, 1920, 27.05.2021
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Ein Team von Forschern von der Goethe-Universität Frankfurt und der Uni Ulm glaubt eine Ursache für die selten auftretenden Sinusvenenthrombosen nach Impfungen mit Vektorimpfstoffen, wie dem von AstraZeneca, gefunden zu haben. Dies geht aus einer am Mittwoch erschienenen und noch nicht fachbegutachteten Studie hervor.
Bereits im März wurde klar, dass der Impfstoff von AstraZeneca in extrem seltenen Fällen – etwa in der Häufigkeit 1 zu 100.000 – zu Blutgerinnseln führen kann, die mit einem auffälligen Mangel an Blutplättchen verbunden sind. Diese Nebenwirkung hat inzwischen einen offiziellen Namen, nämlich Thrombose mit Thrombozytopenie- Syndrom (TTS), bekommen.
Als Verursacher vermuten nun Forscher der Goethe-Universität Frankfurt und der Uni Ulm nach Laborversuchen den in den Impfstoffen verwendeten Adenovirus. Mit dem Erkältungsvirus wird der Bauplan für das Spike-Protein des Coronavirus in den menschlichen Körper geschleust, um eine Immunantwort zu erzeugen.
Im Zellkern findet dort eine Art Abschrift des genetischen Codes statt, aus der dann neue Proteine entstehen. Dabei können in seltenen Fällen jedoch Fehler passieren. Dann bauen die Zelle keine Spike-Proteine, sondern zu kurze Protein-Stummel. Den Wissenschaftlern zufolge werden diese Varianten dann von der Zelle einfach in den Körper abgesondert, wo sie die Entstehung von Blutgerinnseln begünstigen. Die Theorie wurde in einer Pre-Studie vorgestellt und ist noch nicht begutachtet.
Das Problem soll jedenfalls eher im Eintritt des Adenovirus in den Zellkern als in der Zellflüssigkeit liegen, in der das Virus normalerweise Proteine produziert. „Der Lebenszyklus des Adenovirus umfasst die Infektion von Zellen, den Eintritt der adenoviralen DNA in den Zellkern und anschließend die Gentranskription durch die Wirts-Transkriptionsmaschinerie“, schreiben die Autoren. „Das virale DNA-Stück ist nicht dafür optimiert, innerhalb des Kerns transkribiert zu werden.”
Corona-Impfstoff von Astrazeneca - SNA, 1920, 27.05.2021
Astrazeneca: Fünf Fälle schwerer Thrombosen
Der Molekularbiologe Rolf Marschalek, der an der Studie gearbeitet hat, hält das für die Schwachstelle dieser Vakzine: „Was die Hersteller möglicherweise nicht bedacht haben, ist, dass das Spike-Protein von einem Gen kodiert wird, das von einem RNA-Virus stammt.”
Sollte der Splicing-Prozess im Zellkern die Ursache für die Nebenwirkungen sein, würde das auch erklären, warum die Blutgerinnsel nur bei den zugelassenen Vektorimpfstoffen auftreten, nicht aber bei Biontech und Moderna. „Die Sequenz von mRNA-Impfstoffen erreicht den Zellkern nicht”, sagt Marschalek. „Splicing-Mechanismen können so nicht entstehen.”
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