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Britische Regierung steht nach Vorwürfen von Ex-Berater Cummings unter Druck

© AP Photo / Matt Dunham/PoolBoris Johnson
Boris Johnson - SNA, 1920, 27.05.2021
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Nach den heftigen Vorwürfen des ehemaligen Regierungsberaters Dominic Cummings über den Umgang der britischen Regierung mit der Corona-Pandemie stehen Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und sein Kabinett unter Druck.
Vor einem Parlamentsausschuss am vergangenen Mittwoch hatte Cummings Premierminister Boris Johnson „katastrophales Versagen“ zu Pandemiebeginn vorgeworfen und die Regierung für zahlreiche Todesfälle mitverantwortlich gemacht.
„Zehntausende Menschen starben, die nicht hätten sterben müssen“, betonte Cummings.
Den Premierminister selbst bezeichnete der Ex-Berater als unfähig. Dem Gesundheitsminister Matt Hancock warf er Lügen und kriminelles Verhalten vor.
Wohnungsbauminister Robert Jenrick bedauerte im BBC-Fernsehen am Donnerstag „Irrtümer und Fehler“ der Regierung im Umgang mit der Pandemie. Die Öffentlichkeit werde aber verstehen, dass es sich um eine nie da gewesene Situation gehandelt habe.
„Ich kann sagen, dass wir jederzeit mit den besten Absichten und Intentionen gehandelt haben anhand der Informationen, die verfügbar waren“, so Jenrick.
Hancock kündigte an, sich am Donnerstag im Unterhaus Fragen zu stellen. Auch von Johnson wird eine Stellungnahme erwartet.
Der britische Ex-Regierungsberater Dominic Cummings  - SNA, 1920, 26.05.2021
Ex-Berater Cummings wirft Johnson „katastrophales Versagen“ zu Pandemiebeginn vor
Der 49-jährige Cummings galt lange als einflussreichster Berater Johnsons. Er verließ die Regierung im November vergangenen Jahres im Streit. Regierungsmitglieder werfen ihm vor, nun einen Rachefeldzug zu führen.

Großbritannien besonders schwer von Corona betroffen

Großbritannien ist mit 150.000 Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, eines der am schwersten betroffenen Länder Europas. Mehrfach zögerte die Regierung, bevor ein landesweiter Lockdown verhängt wurde. Der große Erfolg der laufenden Impfkampagne hat das Ansehen der Regierung in der Wählergunst jedoch wieder steigen lassen.
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