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Brasilien: Goldgräber greifen erneut Indigene und Sicherheitskräfte an – mindestens zehn Verletzte

© AP Photo / Lucas Dumphreysillegale Goldgräber in Brasilien
illegale Goldgräber in Brasilien - SNA, 1920, 27.05.2021
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Im Norden Brasiliens haben illegale Goldgräber erneut Indigene und Sicherheitskräfte attackiert. Dabei seien mindestens zehn Goldgräber und einige Indigene verletzt worden. Das berichtete das Nachrichtenportal „G1 Globo“. Bereits Mitte Mai hatten die sogenannten Garimpeiros bei den Yanomami Indigene und Polizei angegriffen.
Demnach ereignete sich der Vorfall am Mittwoch (Ortszeit). Das Haus der indigenen Anführerin Maria Leusa Munduruku sei angezündet und das Dorf Fazenda Tapajós bei Jacareacanga im Bundesstaat Pará beschossen worden.
Die Attacke gilt laut einer Mitteilung des „Instituto Socioambiental“ (ISA) als Vergeltungsmaßnahme für den Einsatz der Sicherheitskräfte gegen den illegalen Goldabbau in den indigenen Gebieten der Munduruku in der Gegend.
Indigene des Volkes Yanomami im Amazonas-Regenwald im Brasilianischen BUndesstaat Roraima (Archivbild) - SNA, 1920, 11.05.2021
Bewaffnete Auseinandersetzung in Brasilien: Goldgräber greifen Indigene an – fünf Verletzte
Zuvor hatten die sogenannten Garimpeiros in dem zunehmend eskalierenden Konflikt bereits versucht, in den Stützpunkt der Polizei einzudringen und Fahrzeuge zu zerstören. Den Polizisten gelang es, die Angreifer mit Tränengas zu vertreiben. Mindestens zehn Goldgräber und einige Indigene erlitten nach Angaben des Portals „G1 Globo“ Verletzungen.
Am 10. Mai hatten „Garimpeiros“ bereits bei den Yanomami Indigene und Polizei angegriffen. Mindestens fünf Menschen - vier Goldgräber und ein Indigener - wurden dabei durch Schüsse verletzt.

Munduruku

Die Munduruku, die als eines der kriegerischsten Völker der Region gelten, drangen im 18. Jahrhundert an den Rio Tapajós, einen der größten Nebenflüsse des Amazonas, vor. Derzeit kämpfen sie gegen Goldsucher, die den Fluss mit Quecksilber verseuchen, und andere Eindringlinge in der „Mundurukânia“, als die die Region des Tapajós-Beckens bekannt ist.
Rund 14 000 Munduruku leben in der Gegend, 8000 von ihnen in zwei indigenen Gebieten bei Jacareacanga. Im Westen des brasilianischen Bundesstaates Pará konzentriert sich mit rund 200 „Garimpos“ auch die illegale Goldsuche im brasilianischen Amazonasgebiet. Einige Indigene arbeiten auch in Goldgruben auf Munduruku-Gebiet, was zu internen Konflikten führt.
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