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Wissenschaftsakademien fordern Neubewertung der Embryonenforschung in Deutschland

© AFP 2021 / ANNE-CHRISTINE POUJOULATForschung (Symbolbild)
Forschung (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.05.2021
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Wissenschaftler in Deutschland sollten an frühen Embryonen außerhalb des menschlichen Körpers forschen und damit hochrangige Forschungsziele verfolgen können. Dies geht aus einer Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hervor.
Für hochrangige Forschungsziele wie etwa die Klärung der frühen Entwicklungsbiologie des Menschen, die Verbesserung der Fortpflanzungsmedizin oder die medizinische Nutzung von Stammzellen sollten Wissenschaftler im Einklang mit internationalen Standards an frühen Embryonen außerhalb des menschlichen Körpers forschen dürfen, heißt es in der Stellungnahme.
Genutzt werden sollten überzählige Embryonen, die nach künstlichen Befruchtungen übrig blieben. Bislang sei diese Forschung durch das 1990 verabschiedete Embryonenschutzgesetz (ESchG) verboten, heißt es weiter. Es erlaube zwar die Erzeugung menschlicher Embryonen in vitro zum Zweck der Fortpflanzung, verbiete aber jegliche Forschung an ihnen.
In Ländern wie etwa Israel, Dänemark, Schweden, Großbritannien, den USA und Japan dagegen sei die Forschung an frühen menschlichen Embryonen, die nicht mehr für die Fortpflanzung benötigt würden, in engen Grenzen erlaubt.
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In Deutschland gibt es gegensätzliche Positionen zur Embryonenforschung. Dabei geht es neben wissenschaftlichen Interessen auch um ethische und rechtliche Überlegungen. „Dreißig Jahre nach Inkrafttreten des ESchG ist es nach Auffassung der Akademien an der Zeit, den rechtlich zulässigen und ethisch vertretbaren Umgang mit frühen menschlichen Embryonen neu zu bewerten“, wird in der Stellungnahme betont.
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