Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Missbrauchs-Skandal: Führende Geistliche fordern „persönliche Konsequenzen“ für Kardinal Woelki

© AFP 2021 / INA FASSBENDERKardinal Rainer Maria Woelki
Kardinal Rainer Maria Woelki - SNA, 1920, 26.05.2021
Abonnieren
Das Erzbistum Köln wurde im Frühjahr durch einen Skandal um sexuellen Missbrauch durch Priester erschüttert und steckt seither in einer Glaubwürdigkeitskrise. Nun fordern ranghohe Vertreter des Erzbistums einem „Bild“-Bericht zufolge von Kardinal Rainer Maria Woelki, „persönliche Konsequenzen“ zu ziehen.
Wie die „Bild“-Zeitung am Mittwoch mitteilte, haben 14 der 15 Stadt- und Kreisdechanten am Pfingstmontag eine entsprechende E-Mail an den 64-jährigen Woelki und dessen Generalvikar Markus Hofmann gerichtet.
In der Mail wird demnach darauf verwiesen, dass sich „die Krise im Erzbistum Köln zuspitzt“ und es so nicht mehr weitergehen könne.
Indes bestätigten Kirchenkreise im Erzbistum Köln am Mittwoch den Bericht auf Anfrage. Einem Sprecher des Kardinals zufolge hat er den Dechanten daraufhin vorgeschlagen, ein Gespräch abzuhalten. Dafür solle es auch schon einen Termin geben.
„Der Kardinal vereinbart zeitnah ein direktes Gespräch mit den Stadt- und Kreisdechanten“, zitiert das Blatt den Sprecher.

Missbrauchs-Skandal

Das Erzbistum Köln steckt seit vielen Monaten in einer Glaubwürdigkeitskrise, die zu einer beispiellosen Welle von Kirchenaustritten führte. Die Krise brach aus, weil Woelki ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester lange Zeit zurückgehalten hatte. Dafür führte er rechtliche Bedenken an.
Erzbischof von Köln Rainer Maria Woelki bei der Pressekonfernz zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche Deutschlands am 18. März 2021 - SNA, 1920, 18.03.2021
Kardinal Woelki entbindet zwei Mitarbeiter vorläufig von Pflichten
Am 18. März hatte das Team des Strafrechtlers Björn Gercke ein Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs präsentiert. Ausgewertet wurden Kirchenakten von 1975 bis 2018, wobei Hinweise auf 202 Beschuldigte gefunden wurden.
Dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße warf der Gutachter elf Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen vor. Woelki war dagegen entlastet worden – bei ihm sahen Gercke und sein Team keine Pflichtverletzungen.
Nach der Vorstellung des Gutachtens entband Woelki zwei Mitarbeiter – Weihbischof Schwaderlapp und Herrn Offizial Assenmacher – von ihren Dienstpflichten. Am nächsten Tag wurde der Kölner Weihbischof Ansgar Puff beurlaubt. Hamburgs Erzbischof Heße bot dem Papst seinen Amtsverzicht an.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала