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Forscher entdecken große Quecksilber-Ablagerungen im Pazifik – Studie

© AFP 2021 / YOSHIKAZU TSUNOAn Bord des deutschen Forschungsschiffes "Sonne" (Archiv)
An Bord des deutschen Forschungsschiffes Sonne (Archiv) - SNA, 1920, 26.05.2021
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Wissenschaftler haben in Tiefseerinnen des Pazifiks beachtliche Quecksilber-Sedimente nachgewiesen. Forschungen ergaben, dass sich an den tiefsten Stellen des Ozeans beispiellose Mengen dieses hochgiftigen Metalls ablagern, die mit Produkten anthropogener Aktivitäten ins Weltmeer gespült werden.
Die Ergebnisse einer Expedition an Bord des deutschen Forschungsschiffes „Sonne“ werden in einem Beitrag der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ (Ausgabe vom 26. Mai) zusammengefasst.

Quecksilber-Konvention von Minamata (Japan)

2017 trat das sogenannte Minamata-Übereinkommen, bekannt auch als Quecksilber-Konvention, in Kraft. Mit diesem völkerrechtlichen Vertrag aus dem Jahr 2013 sollen Emissionen und Freisetzungen des Schwermetalls Quecksilber eingedämmt werden. Seit 2017 wird der Quecksilbergehalt nicht nur auf dem Festland, sondern auch im Weltmeer regelmäßig gemessen.
Dem Bericht zufolge hatten Ozeanologen aus Dänemark, Kanada, Deutschland und Japan von Bord der „Sonne“ aus Quecksilber-Sedimente in schwerzugänglichen Gebieten des Weltmeeres – in Tiefen von mehr als 6.000 Metern – erstmals direkt gemessen. Gearbeitet wurde in zwei pazifischen Tiefseerinnen – Kermadec im Osten sowie Atacama im Westen, in unmittelbarer Nähe der Küste von Chile. Die Rinnen sind jeweils zwischen 8.000 und 10.000 Metern tief.
Erstaunlicherweise wurden die meisten Quecksilber-Ablagerungen ausgerechnet an den tiefsten Stellen des Pazifiks nachgewiesen. Die Konzentration des giftigen Metalls war dort mitunter sogar höher als in mehreren industriellen Ballungszonen.
Welle aus Plastikmüll trifft Küste  - SNA, 1920, 07.01.2021
Welle aus Plastikmüll trifft Küste – Video

„Schlechte Nachricht: Derart hohe Konzentrationen dürften von einer allgemeinen Steigerung anthropogener Freisetzungen von Quecksilber ins Weltmeer zeugen.“

Zu diesem Schluss gelangte Professor Hamed Sanei, Mitautor der Studie und Direktor des Laboratoriums für lithosphärischen organischen Kohlenstoff der Fakultät Geowissenschaften an der Universität Aarhus (Dänemark), der in einer Pressemitteilung zitiert wurde.

Erdmantel als Dauerendlager für Quecksilber

Zugleich gebe es auch eine gute Nachricht: Tiefseerinnen im Ozean seien eine Art Dauerendlager für Quecksilber.
„Wir könnten damit rechnen, dass Quecksilber in diesen Endlagern für Millionen von Jahren verschwindet und durch die Plattentektonik dann in den oberen Erdmantel transportiert wird“, so Sanei.
Unter den Autoren der Studie ist auch Frank Wenzhöfer vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen.
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