Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Corona-Übertragung: Kinder verbreiten viel weniger Aerosole als Erwachsene

© CC0 / mohamed_hassan / pixabayVirus-Übertragung beim Sprechen (Symbolbild)
Virus-Übertragung beim Sprechen (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.05.2021
Abonnieren
Kinder verbreiten beim Sprechen und Singen viel weniger der für eine Übertragung von Coronaviren relevanten Aerosole als Erwachsene. Die Menge hängt dabei stark vom Stimmeinsatz ab. Das ergab eine Untersuchung der Charité und der TU Berlin. Der Befund könnte bei der Entscheidung für Präsenzunterricht eine Rolle spielen.
Für die Untersuchung unter Federführung des Phoniaters Dirk Mürbe wurden in einem Reinraum die Partikelemissionen von 15 Grundschülern zwischen acht und zehn Jahren mittels Laserpartikelzähler gemessen.
Dabei wurden die Emissionsstärken für die Testbedingungen Ruheatmung, Sprechen, Singen und Rufen sowie für gehaltene Phonation unterschiedlicher Lautstärke bestimmt. Beim Vergleich mit den Werten von 15 Erwachsenen zeigten sich für Ruheatmung, Sprechen und Singen signifikant geringere Emissionsraten für Kinder, wie die Forscher mitteilten.
„Kinder im Grundschulalter emittierten beim Sprechen eine Anzahl von Partikeln in der Größenordnung wie Erwachsene beim Atmen, und beim Singen emittierten sie ähnlich viele Partikel wie Erwachsene beim Sprechen“, sagte Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologie und Phoniatrie an der Charité, der Deutschen Presse-Agentur.
Die Anzahl der Aerosole hänge dabei stark von der Lautstärke ab. Der Befund könne nicht nur bei der Entscheidung für Präsenzunterricht an Schulen eine Rolle spielen, sondern auch für die Arbeit von Kinderchören.
Entwicklung von Corona-Schnelltests im Forschungszentrum Skolkowo  - SNA, 1920, 26.05.2021
Forscher: Neue Impfstoff-Generation kommt voraussichtlich noch 2021
Laut Mürbe bedeutet das aber nicht, dass Schulunterricht oder Chorproben und -konzerte unabhängig von der Infektionslage und ohne Beschränkungen stattfinden können. Allerdings sei je nach äußeren Umständen wie Größe des Raumes, Anzahl und Aufenthaltsdauer der Kinder sowie den Lüftungskonzepten mehr möglich als bisher praktiziert.
„Die geringere Anzahl der ausgestoßenen Aerosole und die Verfügbarkeit von Testkonzepten führen zu einer differenzierteren Bewertung der Infektionsgefahr und zu besseren Rahmenbedingungen im Unterricht und im außerschulischen Bereich“, so der Forscher.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала