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„Verbreitet öffentliche Verunsicherung“: Spahn erntet Kritik wegen angestrebter Inzidenz unter 20

Berlin - SNA, 1920, 25.05.2021
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Die FDP- und Linksfraktion hat den jüngsten Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 20 für Sommermonate zu erreichen, deutlich kritisiert.
„Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung“, betonte der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, gegenüber der „Welt“.
Die Intensivbetten leerten sich, die schweren Verläufe würden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, sei inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall wäre, sagte Theurer zur Begründung.
Jens Spahn - SNA, 1920, 23.05.2021
Spahn: Inzidenz unter 20 für Sommer anstreben
Linke-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali warf Spahn „Schwurbelei“ vor.
„Willkürliche Inzidenzziele aus dem Hut zu zaubern hilft erst einmal niemandem“, sagte Mohamed Ali gegenüber dem Blatt.
Probleme, um die sich Spahn ihrer Ansicht nach dringend kümmern müsste, sind ineffektive Testsituationen in Schulen, Wechselunterricht und Impfstoffmangel.
Zurückhaltender äußerten sich die Grünen. „Allein auf die Inzidenz zu schauen wird in den nächsten Wochen nicht reichen“, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.
„Auch wenn eine Strategie der niedrigen Infektionszahlen grundsätzlich richtig ist.“

Inzidenz unter 20 für Sommer anstreben

Am Sonntag hatte Spahn als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 für einen unbeschwerten Sommer ausgegeben. Man habe aus dem vergangenen Sommer gelernt.
„Damals haben die Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst. Das müssen wir in diesem Jahr verhindern“, so der Minister.
Beispielsweise wolle er frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland

Laut dem jüngsten Tagesbericht des RKI sank in den vergangenen Wochen die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Altersgruppen, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5).
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