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Ryanair-Vorfall: Minsk lädt internationale Luftfahrtbehörden für eine Untersuchung ein

© SNA / Zur BilddatenbankFlughafen Minsk (Archivbild)
Flughafen Minsk (Archivbild) - SNA, 1920, 25.05.2021
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Weißrussland hat laut eigenen Angaben Vertreter internationaler Luftfahrtbehörden sowie Experten aus der EU und den USA für die Untersuchung des jüngsten Vorfalls mit einer Ryanair-Maschine in Minsk eingeladen.
„Für die Untersuchung des Sachverhalts hat das Luftfahrtdepartment (des weißrussischen Verkehrsministeriums – Anm. D. Red.) Vertreter der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA), der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) sowie Vertreter der Luftfahrtbehörden der EU und der USA eingeladen“, hieß es.
Als Beweis dafür, dass kein Druck auf die Entscheidung der Crew des Flugs RF4978 ausgeübt wurde und es keine Drohungen gab, „stellen wir Aufnahmen der Dispatcher-Pilot-Gespräche zur Verfügung“.
Flugzeug der Lufthansa (Archivbild)  - SNA, 1920, 24.05.2021
Nach unterbrochenem Boarding in Minsk: Lufthansa wird belarussischen Luftraum vorerst meiden
Die weißrussischen Behörden hatten am Sonntag eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in der Hauptstadt Minsk gebracht – angeblich wegen einer Bombendrohung. Nach EU-Angaben waren 171 Menschen an Bord, darunter Roman Protassewitsch, Gründer des Telegram-Accounts Nexta, der in Weißrussland als extremistisch eingestuft worden ist. Protassewitsch und seine Freundin wurden bei der Prüfung ihrer Dokumente festgenommen. Gegen ihn war bereits ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen der Organisierung von Massenunruhen. Nun droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Das Vorgehen der weißrussischen Behörden löste im Westen massive Kritik aus.
Die meisten der übrigen Passagiere reisten nach langer Verzögerung weiter nach Vilnius.
Es hatte bereits mehrere Fälle gegeben, bei denen ein Staat ein Zivilflugzeug zur Notlandung gezwungen hatte. So musste 2013 die Maschine des damaligen bolivianischen Präsidenten Evo Morales auf dem Weg von Moskau in Wien landen, weil Frankreich und Portugal die Überflugrechte für das Flugzeug unerwartet verweigert hatten. Grund dafür war der Verdacht, dass sich der amerikanische Ex-Geheimdienstler und Whistleblower Edward Snowden, dessen Auslieferung die amerikanischen Behörden forderten, an Bord der Präsidentenmaschine befinden könnte. Snowden wurde jedoch bei der Durchsuchung des Flugzeugs nicht an Bord gefunden.
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