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Geheimer Fliegerhorst entsteht mitten in der wichtigsten Öl-Route der Welt

© SNA / Konstantin Michaltschewski  / Zur BilddatenbankFlugzeug (Symbolbild)
Flugzeug (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.05.2021
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Die Meeresstraße Bab al-Mandab ist das Nadelöhr für Tanker und Containerschiffe, die aus dem Arabischen über das Rote ins Mittelmeer fahren. Mitten in dieser wichtigen Handelsroute entsteht eine Luftwaffenbasis. Der Bauherr: Wahrscheinlich die Vereinigten Arabischen Emirate – aber die dortige Regierung schweigt dazu.
Von diesem Flugplatz aus können die Arabische Halbinsel und Ostafrika fast komplett erfasst werden. Die Nachrichtenagentur „Associated Press“ (AP) verweist auf Satellitenaufnahmen vom 18. Mai, die auf der Perim – einer Insel in der Meeresstraße Bab al-Mandab – eine 1.850 Meter lange Start- und Landebahn zeigen. Die Piste ist lang genug, um Kampf-, Aufklärungs- und Transportflugzeuge aufnehmen zu können. Rund herum wird offensichtlich noch gebaut.
Wer genau den Flugplatz auf dem günstig gelegenen Landstück errichten lässt, ist unbekannt. Die Militärführung im Jemen verweist jedoch auf die Vereinigten Arabischen Emirate: Deren Schiffe hätten kürzlich Militärfahrzeuge, Ausrüstung und Truppen auf die Insel transportiert, sagte ein ranghoher Offizieller aus dem Jemen, der laut AP anonym bleiben wollte. Die Regierung in Abu Dhabi und die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington habe auf diesbezügliche Anfragen nicht reagiert, schreibt die Agentur.
Für den Nahost-Experten Jeremy Binnie vom Fachportal „Janes“ ist der Flugplatz auf Perim ein langfristig und strategisch angelegtes Objekt, „um eine Dauerpräsenz zu etablieren“. Möglicherweise gehe es dabei nicht nur um militärische Absichten, sondern um die Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute.
Der Bau des Fliegerhorsts hatte bereits vor mehreren Jahren begonnen, stand dann jedoch lange Zeit still. Jüngste Satellitenbilder zeigen wieder erhöhte Bauaktivitäten, angefangen am 22. Februar dieses Jahres: nachdem US-Präsident Joe Biden verkündet hatte, die Vereinigten Staaten stellten ihre Unterstützung für die von Saudi-Arabien geführte Offensive gegen die Huthi-Rebellen im Jemen ein.
Die amerikanischen Streitkräfte hatten von einer Luftwaffenbasis im Jemen aus Drohnenangriffe gegen die Al-Qaida geflogen, bis die Huthi-Rebellen sie 2015 zum Rückzug drängten. Insofern hätten auch die Vereinigten Staaten ein Interesse an dem Flugplatz auf der besagten Insel. Eine Anfrage diesbezüglich an das US Central Command blieb laut AP unbeantwortet.
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