Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Eklat um weißrussische Flagge bei WM: Eishockey-Weltverband kritisiert Stadtverwaltung von Riga

© REUTERS / JANIS LAIZANSEishockey-WM: Rigaer Stadeverwaltung ersetzt die offizielle Flage von Belarus durch die Flagge der weißrussischen Opposition
Eishockey-WM: Rigaer Stadeverwaltung ersetzt die offizielle Flage von Belarus durch die Flagge der weißrussischen Opposition - SNA, 1920, 25.05.2021
Abonnieren
Der Eishockey-Weltverband (IIHF) hat die Protestaktion der Stadtverwaltung Riga, die die offizielle Flagge von Belarus durch die weiß-rot-weiße Variante der belarussischen Opposition ersetzt hatte, kritisiert.
Der IIHF-Präsident René Fasel bezeichnete die Aktion als nicht akzeptabel.
„Die IIHF ist nicht einverstanden mit den gestrigen Aktionen des Bürgermeisters von Riga und des lettischen Außenministers, die Flagge eines Teilnehmerlandes der 2021 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft für eine politische Botschaft zu verwenden“, heißt es in einer Mitteilung des Weltverbandes.
Die Handlungen der weißrussischen Regierung seien von den Spielern zu trennen, die bei diesem Turnier unter weißrussischer Flagge antreten würden. Die Sportler sollten nicht erleben müssen, dass ihre Flagge ohne ihre Zustimmung aus der öffentlichen Präsentation der 16 teilnehmenden Länder entfernt werde.
Daher habe die IIHF den Bürgermeister von Riga gebeten, die Flaggen mit dem Logo des IIHF und der WM von den Plätzen zu entfernen, an denen der Flaggentausch erfolgt sei.
„In Übereinstimmung mit den IIHF-Statuten sind wir eine unpolitische Sportorganisation und fordern, dass die IIHF von jeder Verbindung mit den politischen Äußerungen befreit wird, die der Bürgermeister und der Außenminister durch die Änderung der Flagge unseres Mitglieds gemacht haben“, heißt es weiter in der Mitteilung.
Der Weltverband habe Kontakt zum Bürgermeister von Riga aufgenommen und hoffe, dass die Stadt ihre Entscheidung überdenke. Die IIHF werde die weißrussische Flagge an allen Austragungsorten der Weltmeisterschaft für die Dauer des Turniers beibehalten.
In der lettischen Hauptstadt wehen an mehreren öffentlichen Plätzen derzeit die Flaggen aller WM-Teilnehmer.
Zuvor hatte Lettlands Staatspräsident Egils Levits den Austausch der offiziellen Flagge von Belarus verteidigt und die Aktion als „angemessene politische Reaktion“ bezeichnet. Sie sei ein Zeichen für die Nichtanerkennung des herrschenden Regimes in Belarus, das gegen das Völkerrecht verstoßen und den internationalen Flugverkehr gefährdet habe, argumentierte er.
Hintergrund der Aktion ist die Zwangslandung einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Raynair in Minsk am Sonntag und die Festnahme eines Oppositions-Aktivisten, der in dem Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius war. An Bord der Maschine befanden sich auch zwei Passagiere aus dem EU- und Nato-Land Lettland. Nach dem Flaggentausch wies Weißrussland alle lettischen Diplomaten aus dem Lande aus. Lettland reagierte mit einem analogen Schritt.
Die Fluggesellschaft Air France ( Airbus A350) - SNA, 1920, 25.05.2021
Nach Ryanair-Vorfall in Minsk: Air France und Finnair meiden belarussischen Luftraum

Eishockey-WM Weißrussland entzogen

Die noch bis zum 6. Juni laufende Eishockey-WM sollte ursprünglich auch von Belarus als Co-Gastgeber ausgerichtet werden. Nach massiven Protesten angesichts der Machenschaften von Machthaber Alexander Lukaschenko wurde dem Land das Turnier entzogen. Riga ist deshalb alleiniger Austragungsort der WM.
Der IIIHF-Rat habe Ungewissheiten hinsichtlich der Beschränkungen im internationalen Verkehr mitberücksichtigt und beschlossen, dass die Organisation des Turniers in Riga einen Transfer zwischen beiden Ländern überflüssig und die WM daher sicherer und kostengünstiger machen werde, hieß es zur Begründung.
Der IIHF-Präsident René Fasel verwies auf die Notwendigkeit, die Sicherheit des Turniers zu gewährleisten. Seiner Ansicht nach könnten Demonstrationen während der Weltmeisterschaft 2021 nicht ausgeschlossen werden. Die weißrussische Opposition „dürfte die WM zu ihren eigennützigen Zielen missbrauchen, was nicht im Interesse der IIHF stünde“, sagte Fasel.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала